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Weniger Buchführungspflichten für kleinere Unternehmen

  • Ent­las­tung für klei­nere Un­ter­neh­men von Buchführungs­pflich­ten ge­plant
  • An­he­bung der Schwel­len­werte um 20 %
  • wei­tere Ent­las­tun­gen für Exis­tenzgründer von Mel­de­pflich­ten zu Wirt­schafts­sta­tis­ti­ken
Stutt­gart, 6. März 2015 - Un­ter­neh­men sind ent­we­der be­reits auf Grund ih­rer Rechts­form oder auf Grund ih­rer er­ziel­ten Umsätze und Ge­winne zur Führung von Büchern und zur Er­stel­lung von Jah­res­ab­schlüssen ver­pflich­tet und ha­ben dazu er­for­der­li­che Be­lege über einen be­stimm­ten Zeit­raum zu ar­chi­vie­ren.

Im Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­rium wur­den nun ba­sie­rend auf den Vor­ga­ben der Bun­des­re­gie­rung Maßnah­men vor­ge­schla­gen, wie Un­ter­neh­men von die­sen büro­kra­ti­schen Pflich­ten ent­las­tet wer­den können. Das Er­geb­nis: die Schwel­len­werte, ab de­nen ge­werb­li­che Un­ter­neh­mer, die nicht be­reits auf Grund han­dels­recht­li­cher Vor­ga­ben der Pflicht zur Buchführung und Er­stel­lung ei­nes Jah­res­ab­schlus­ses un­ter­wor­fen wer­den, sol­len um 20 % an­ge­ho­ben wer­den. Ent­spre­chende Re­ge­lun­gen fin­den sich in einem Re­fe­ren­ten­ent­wurf ei­nes Büro­kra­tie­ent­las­tungs­ge­set­zes, wel­chen das Mi­nis­te­rium An­fang März 2015 be­kannt gab.

„Kon­kret be­deu­tet das, dass keine Buchführungs­pflicht be­steht und die Ge­winn­er­mitt­lung nicht per Bi­lanz, son­dern viel­mehr durch die re­gelmäßig weit we­ni­ger aufwändige Ein­nah­men-Über­schuss­rech­nung er­fol­gen kann, wenn die Um­sat­zerlöse 600.000 Euro (bis­lang 500.000 Euro) und der Ge­winn 60.000 Euro (bis­lang 50.000 Euro) nicht über­stei­gen. Die neuen Schwel­len­werte sol­len für Ge­schäfts­jahre gel­ten, die nach dem 31.12.2015 be­gin­nen,“ erläutert Alex­an­der Mi­che­lutti, Steu­er­be­ra­ter bei Eb­ner Stolz in Stutt­gart. Da­bei ist als wei­te­res Zu­geständ­nis vor­ge­se­hen, dass auf die Mit­tei­lung der Buchführungs­pflicht durch das Fi­nanz­amt ver­zich­tet wer­den soll, wenn in 2015 zwar die bis­he­ri­gen, nicht aber die neuen Werte über­schrit­ten wer­den.

„Wei­ter­hin zur Führung von Büchern und Jah­res­ab­schlusser­stel­lung ver­pflich­tet blei­ben al­ler­dings Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten, wie z. B. Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten oder OHGs, und Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, wie z. B. GmbHs,“ schränkt Mi­che­lutti ein, „hier ist keine Ent­las­tung vor­ge­se­hen, auch wenn es sich um klei­nere Ge­sell­schaf­ten han­deln sollte.“
Für Exis­tenzgründer enthält der Ent­wurf aus dem Fi­nanz­mi­nis­te­rium zahl­rei­che wei­tere Er­leich­te­run­gen von Aus­kunfts­pflich­ten zu ver­schie­de­nen Wirt­schafts­sta­tis­ti­ken, wenn be­stimmte  Um­satz­schwel­len­gren­zen nicht über­stie­gen wer­den. Diese va­ri­ie­ren zwi­schen 500.000 Euro und 800.000 Euro. Für junge Un­ter­neh­men dürf­ten dar­aus spürbare fi­nan­zi­elle Ent­las­tun­gen durch den Weg­fall die­ser büro­kra­ti­schen Pflich­ten re­sul­tie­ren.

Ob die Pläne so um­ge­setzt wer­den, bleibt ab­zu­war­ten. Doch soll­ten an­ge­sichts des in den meis­ten Par­teien vor­han­de­nen Wil­lens zur Ent­las­tung von Un­ter­neh­men von Büro­kra­tie die Zei­chen nicht schlecht ste­hen.

Über Ebner Stolz

Eb­ner Stolz ist eine der größten un­abhängi­gen mit­telständi­schen Be­ra­tungs­ge­sell­schaf­ten in Deutsch­land und gehört zu den Top Ten der Bran­che. Das Un­ter­neh­men verfügt über jahr­zehn­te­lange fun­dierte Er­fah­rung in Wirt­schaftsprüfung, Steu­er­be­ra­tung, Rechts­be­ra­tung und Un­ter­neh­mens­be­ra­tung. Die­ses breite Spek­trum bie­ten über 1.200 Mit­ar­bei­ter in dem für sie ty­pi­schen mul­ti­dis­zi­plinären An­satz in al­len we­sent­li­chen deut­schen Großstädten und Wirt­schafts­zen­tren an. Als Marktführer im Mit­tel­stand be­treut das Un­ter­neh­men über­wie­gend mit­telständi­sche In­dus­trie-, Han­dels- und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men al­ler Bran­chen und Größenord­nun­gen.

Länderüberg­rei­fende Prüfungs- und Be­ra­tungs­aufträge führen sie zu­sam­men mit den Part­nern von Ne­xia In­ter­na­tio­nal durch, einem der zehn größten welt­wei­ten Netz­werke von Be­ra­tungs- und Wirt­schaftsprüfungs­un­ter­neh­men mit ins­ge­samt 565 Büros in 121 Ländern.

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