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EU-Kommission warnt vor zusätzlichen Genehmigungspflichten im Falle eines harten Brexits

In einem Informationsschreiben für die Wirtschaftsbeteiligten vom 25.1.2018 weist die EU-Kommission auf weitreichende zusätzliche Verpflichtungen hinsichtlich Aus- bzw. Einfuhrgenehmigungen hin, sollte ein Brexit ohne Austritts- und anschließendes Übergangsabkommen ab dem 30.3.2019 erfolgen.

Für den Export und Import von zahl­rei­chen Gütern in bzw. aus Dritt­län­dern (z.B. Abfälle, gefähr­li­che Che­mi­ka­lien, Dro­gen­aus­gangs­stoffe, Kul­tur­gü­ter, Dual Use-Güter, etc.) benö­t­i­gen Wirt­schafts­be­tei­ligte vorab ent­sp­re­chende Geneh­mi­gun­gen von den zustän­di­gen natio­na­len Behör­den, andern­falls wird die Ein- bzw. Aus­fuhr ver­bo­ten. Das kann zu erheb­li­chen wirt­schaft­li­chen und finan­zi­el­len Kon­se­qu­en­zen füh­ren. Da mit dem Bre­xit das Ver­ei­nigte Kön­ig­reich (UK) Dritt­land wird, gel­ten für die­ses Land dann die glei­chen Regeln wie für alle ande­ren Dritt­län­der. Dies hat zur Folge, dass im Falle einer Waren­lie­fe­rung in UK die Aus­füh­rer Aus­fuhr­ge­neh­mi­gun­gen für bestimmte Waren brau­chen. Vice versa ver­lie­ren die von den bri­ti­schen Behör­den aus­ge­s­tell­ten Ein­fuhr­ge­neh­mi­gun­gen beim Import in die EU ihre Gül­tig­keit.

EU-Kommission warnt vor zusätzlichen Genehmigungspflichten im Falle eines harten Brexits© Thinkstock

Hin­weis

Sollte daher ein har­ter Bre­xit statt­fin­den – was durch­aus mög­lich ist –, sind die betrof­fe­nen Wirt­schafts­be­tei­lig­ten gut bera­ten, sich früh­zei­tig dar­auf vor­zu­be­rei­ten.

Link-Hin­weis

Lesen Sie hier das voll­stän­dige Infor­ma­ti­ons­sch­rei­ben der EU-Kom­mis­sion.


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