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„Vor allem die Chancen sehen“

To­bias Gaag (27 Jahre) ar­bei­tet als Re­crui­ter am Stand­ort Stutt­gart. Er ist durch ein Prak­ti­kum zu Eb­ner Stolz ge­kom­men. An­schließend ar­bei­tete er als Werk­stu­dent, schrieb seine Mas­ter­ar­beit im Un­ter­neh­men und stieg da­nach di­rekt ins Re­cruiting-Team ein. Ne­ben sei­ner Tätig­keit als Re­crui­ter be­treut Gaag Pro­jekte im Per­so­nal­mar­ke­ting und steu­ert das Con­trol­ling für das Re­cruiting.

Wel­che Auf­ga­ben gehören zu Ih­rem tägli­chen Doing?
In der Per­so­nal­re­kru­tie­rung kümmere ich mich von A bis Z um al­les. Ich kläre den kon­kre­ten Auf­trag mit den ein­stel­len­den Führungskräften, er­stelle und pu­bli­ziere Stel­len­aus­schrei­bun­gen, screene die ein­ge­hen­den Be­wer­bun­gen und be­reite schließlich die Verträge vor. Bei den Pro­jek­ten im Per­so­nal­mar­ke­ting ist es wich­tig, mit der Zeit zu ge­hen, eben einen mo­der­nen State-of-the-Art-Auf­tritt zu bie­ten, der un­ser Un­ter­neh­men im ar­beit­ge­ber­sei­ti­gen Wett­be­werb dif­fe­ren­ziert. In der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit ha­ben wir einen kom­plet­ten Re­launch un­se­rer Kar­rie­re­seite, Stel­len­an­zei­gen und Ar­beit­ge­ber­kam­pa­gne durch­geführt.

Hat das Re­cruiting-Team di­rek­ten Kon­takt mit den Be­wer­bern?
Ja klar, wir ver­ste­cken uns nicht hin­ter dem Pro­zess, son­dern bie­ten die­sen Kon­takt ak­tiv an. Oft­mals ru­fen Be­wer­ber schon vorab an, wenn Fra­gen zur Stel­len­an­zeige be­ste­hen. Wir ge­hen auch bei je­der Stel­len­an­zeige mit persönli­chem An­sprech­part­ner raus. Das be­deu­tet, un­ter je­der Stel­len­an­zeige er­scheint der Name des zuständi­gen Re­crui­ters, seine E-Mail-Adresse und Te­le­fon­num­mer. Dann ha­ben die Be­wer­ber die Möglich­keit zur di­rek­ten Kon­takt­auf­nahme und können Fra­gen stel­len zum Bei­spiel zur Stelle oder zum Be­wer­bungs­pro­zess.

Zur­zeit be­fin­den wir uns alle in ei­ner schwie­ri­gen Si­tua­tion. Die Corona Pan­de­mie be­trifft uns alle. Bei fast al­len Mit­ar­bei­ten­den steht der­zeit Home-Of­fice auf der Agenda und das bringt viele und ex­treme Verände­run­gen mit sich. Wie sieht Ihr Ar­beits­all­tag im Home-Of­fice aus? Mer­ken Sie gra­vie­rende Un­ter­schiede?
Da ich schon vor der Corona-Zeit mit einem Lap­top aus­ge­stat­tet war, den ich hin und wie­der mit nach Hause ge­nom­men habe, war es keine große Um­stel­lung für mich. Un­ser Re­cruiting-Pro­zess läuft pa­pier­los - ab­ge­se­hen von den Verträgen, aber selbst da ar­bei­ten wir an di­gi­ta­len Lösun­gen. Die meis­ten Pro­zess­schritte können wir über un­ser Be­wer­ber­ma­nage­ment­sys­tem ab­bil­den, was im Übri­gen auch er­for­der­lich ist, um den ho­hen Da­ten­schutz­stan­dards ge­recht zu wer­den. Des­halb konnte ich meine Ar­beit gut von zu Hause aus fort­set­zen.

Wie sieht der Be­wer­ber­markt in der Corona-Zeit aus? Wurde der Ta­ges­ab­lauf ei­nes Re­crui­ters verändert?
Wir ha­ben die Be­wer­ber­zah­len stets im Blick. Vor al­lem ge­rade als es mit Corona an­fing, stell­ten wir einen vorüber­ge­hen­den Rück­gang fest. Der hielt aber zum Glück nicht lange an und wir konn­ten schon bald wie­der einen kon­stan­ten Ein­gang von qua­li­fi­zier­ten Be­wer­bun­gen ver­zeich­nen. Be­wer­bun­gen aufs Eis zu le­gen, wäre für uns nicht in Frage ge­kom­men. Wir woll­ten Ab­sol­ven­ten wei­ter­hin einen span­nen­den Be­rufs­ein­stieg und Quer­ein­stei­gern eine in­ter­es­sante Jo­bal­ter­na­tive bie­ten.  

Etwa zeit­gleich als die Corona-Pan­de­mie nach Deutsch­land kam, wur­den Sie zum zwei­ten Mal Va­ter. Wie ver­ein­ba­ren Sie Fa­mi­lie und Home-Of­fice mit­ein­an­der?
Un­sere Große war zu dem Zeit­punkt erst ein­ein­halb Jahre alt. Als ich nach drei Wo­chen Ur­laub wie­der in den Be­ruf ein­ge­stie­gen bin, war Corona all­ge­gen­wer­tig und die Ki­tas ge­schlos­sen. Mei­nen Ta­ges­ab­lauf mus­ste ich ent­spre­chend um­struk­tu­rie­ren und so geht es bei­spiels­weise mor­gens sehr früh los und Pau­sen, wie der Mit­tags­schlaf der Kin­der, wer­den umso in­ten­si­ver ge­nutzt. Meine Auf­ga­ben ermögli­chen es mir, meine Ar­beit gut auf­zu­tei­len und bin so­mit nicht von Nine to Five an mei­nem Ar­beits­platz ge­fes­selt. Die­sen habe ich mir übri­gens so ein­ge­rich­tet, dass ich auch mal die Tür hin­ter mir schließen kann. Was lei­der aber nicht im­mer er­folg­reich ist, seit­dem un­sere Toch­ter vor we­ni­gen Wo­chen ge­lernt hat, Türklin­ken zu betäti­gen.

Ha­ben Sie Tipps für die­je­ni­gen, die auch vor so ei­ner dop­pel­ten Her­aus­for­de­rung in der Corona-Zeit ste­hen wie Sie?
Es ist wich­tig zu kom­mu­ni­zie­ren. In­ner­halb der Fa­mi­lie als auch im Team. Ich ar­beite glück­li­cher­weise in einem Team, das ab­so­lut Rück­sicht auf meine Umstände nimmt, wenn es zum Bei­spiel während ei­nes Mee­tings im Hin­ter­grund lau­ter wird oder ich kurz un­ter­bre­chen muss. Ein wei­te­rer Tipp ist, das Ganze auch po­si­tiv zu­se­hen. Wir können es ja mo­men­tan eh nicht ändern. Durch die Corona-Zeit er­halte ich die Möglich­keit, nah an mei­ner Fa­mi­lie zu sein und mei­nem Job nach­zu­ge­hen. Ich bin ein Typ Men­sch, der in der Fa­mi­lie und im Job 100% ge­ben möchte. Wenn man po­si­tiv ge­stimmt in den Tag star­tet, ist es auch deut­lich ein­fa­cher, nicht nur die Her­aus­for­de­run­gen zu se­hen, son­dern vor al­lem auch die Chan­cen.

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