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Update: Vereinfachung der Pan-Europa-Mittelmeer-Präferenzursprungsregeln für weitere Partnerstaaten in Kraft getreten

Die Mo­der­ni­sie­rung der Pan­eu­ropa-Mit­tel­meer-Ku­mu­lie­rungs­zone (PEM-Zone) wird wei­ter durch die Eu­ropäische Union vor­an­ge­trie­ben. Bis zur An­nahme des ein­heit­li­chen Übe­rein­kom­mens wur­den Überg­angs­re­ge­lun­gen zur Ver­bes­se­rung und Ver­ein­fa­chung der be­ste­hen­den Präfe­renz­re­ge­lun­gen ge­trof­fen, wel­che zu un­ter­schied­li­chen Zeit­punk­ten in Kraft tre­ten.

Seit dem 01.09.2021 gel­ten die Überg­angs­re­geln im Wa­ren­ver­kehr mit Jor­da­nien, Al­ba­nien, den Färöer-In­seln und der Schweiz. Mitt­ler­weile sind die neuen Vor­schrif­ten auch zwi­schen der EU und den fol­gen­den Ländern in Kraft ge­tre­ten:

  • Nord­ma­ze­do­nien (Da­tum: 09.09.2021)
  • Re­pu­blik Mol­dau (Da­tum: 16.11.2021)
  • Ser­bien (Da­tum: 06.12.2021)

Für den präfe­renz­recht­li­chen Wa­ren­ver­kehr be­ste­hen fol­gende wich­ti­gen Neu­re­ge­lun­gen:

  • An­he­bung der To­le­ranz-Schwel­len­werte von 10 auf 15 Pro­zent für land­wirt­schaft­li­che Pro­dukte so­wie für wei­tere Pro­dukte, aus­ge­nom­men Wa­ren der Ka­pi­tel 50 bis 63 des Wa­ren­ta­rifs
  • Ermögli­chung ei­ner bi­la­te­ra­len Ku­mu­lie­rung für Tex­ti­lien und Klei­dung (Wa­ren der Ka­pi­tel 50 bis 63)
  • Möglich­keit zur Be- und Ver­ar­bei­tung von Wa­ren außer­halb der PEM-Ku­mu­lie­rungs­zone ohne Ver­lust der Ur­sprungs­ei­gen­schaft bei Erfüllung be­stimm­ter Be­din­gun­gen, so muss z. B. die Be- oder Ver­ar­bei­tung im Rah­men des pas­si­ven Ver­ede­lungs­ver­kehrs oder ei­nes ähn­li­chen Ver­fah­rens statt­fin­den
  • Als Präfe­renz­nach­weis gilt nur noch die EUR.1; die EUR-MED ist nicht mehr vor­ge­se­hen

Hin­weis: Un­ter­neh­men soll­ten prüfen, ob sie von den Neue­run­gen pro­fi­tie­ren können und wei­ter­hin die Ent­wick­lun­gen der PEM-Zone be­ob­ach­ten. Die Ver­ab­schie­dung der Überg­angs­re­ge­lun­gen für wei­tere Part­ner­staa­ten - u. a. Mon­te­ne­gro, Türkei und die Ukraine - sind im Gange.

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