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Überarbeitetes BMF-Schreiben zu GoBD

Das BMF überarbeitete seine Verwaltungsanweisungen zu den Grundsätzen zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff.

Bereits mit Sch­rei­ben vom 14.11.2014 äußerte sich das BMF umfas­send zu den Grund­sät­zen zur ord­nungs­mä­ß­i­gen Füh­rung und Auf­be­wah­rung von Büchern, Auf­zeich­nun­gen und Unter­la­gen in elek­tro­ni­scher Form sowie zum Daten­zu­griff (GoBD). Nach­dem das BMF im Oktober 2018 den Wirt­schafts­ver­bän­den den Ent­wurf eines über­ar­bei­te­ten Sch­rei­bens zur Stel­lung­nahme vor­legte, ver­öf­f­ent­lichte nun das BMF das finale über­ar­bei­tete Sch­rei­ben vom 11.7.2019.

Im Ver­g­leich zum vor­ge­hen­den Sch­rei­ben aus 2014 wird u. a. die Defini­tion eines Daten­ver­ar­bei­tungs­sys­tems ergänzt. Dem­nach ist es uner­heb­lich, ob die DV-Sys­teme als eigene Hard- bzw. Soft­ware genutzt oder in einer Cloud bzw. als eine Kom­bi­na­tion die­ser Sys­teme betrie­ben wer­den (Rz. 20).

Zur elek­tro­ni­schen Auf­be­wah­rung von Buchungs­be­le­gen in Papier­form führt das BMF ergän­zend aus, dass eine elek­tro­nisch bild­li­che Erfas­sung z. B. durch Scan­nen oder Foto­gra­fie­ren, zuläs­sig ist. Dies kann mit ver­schie­de­nen Gerä­ten, z. B. Smart­pho­nes, Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­ten oder Scan-Stra­ßen, erfol­gen (Rz. 130). Sind Belege im Aus­land ent­stan­den oder wur­den sie dort emp­fan­gen, z. B im Rah­men einer Dien­st­reise im Aus­land, kön­nen diese aus Ver­ein­fa­chungs­grün­den dort direkt durch mobile Geräte bild­lich erfasst wer­den. § 146 Abs. 2 AO, wonach die Auf­zeich­nun­gen im Inland zu füh­ren und auf­zu­be­wah­ren sind, steht dem nicht ent­ge­gen (Rz. 136).

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