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Trump, Brexit und Co. – Zeitenwende in der internationalen Steuerpolitik

Zahl­rei­che Staa­ten ha­ben sich im Rah­men des OECD-Pro­jekts zur Ver­mei­dung von „Base Ero­sion and Pro­fit Shif­ting“ (BEPS) ver­pflich­tet, Maßnah­men zu er­grei­fen, um Steu­er­ver­mei­dungs­stra­te­gien und schädli­chen Ge­winn­ver­la­ge­run­gen einen Rie­gel vor­zu­schie­ben. Die Ge­setz­ge­ber in den ein­zel­nen Staa­ten sind hier be­reits am Werke. Auch auf EU-Ebene wur­den be­reits er­ste Vor­ga­ben zur Ver­mei­dung von BEPS be­schlos­sen.

Der Um­set­zung des BEPS-Pro­jekts ge­genüber ste­hen al­ler­dings Be­stre­bun­gen ei­ni­ger Staa­ten, durch si­gni­fi­kante Steu­er­satz­sen­kun­gen und wei­tere Steu­er­an­reize Un­ter­neh­men in den ei­ge­nen Staats­gren­zen zu stärken und neue In­ves­ti­tio­nen an­zu­zie­hen.

Trump, Brexit und Co. – Zeitenwende in der internationalen Steuerpolitik© Thinkstock

Ak­tu­elle Auf­gabe der in­ter­na­tio­na­len Steu­er­po­li­tik dürfte es des­halb sein, zwi­schen die­sen bei­den Po­len zu ver­mit­teln. Wir ha­ben Part­ner aus un­se­rem Ne­xia-Netz­werk um ihre Vor­ort-Ein­bli­cke in die je­wei­li­gen steu­er­po­li­ti­schen Strömun­gen ge­be­ten und sie ge­fragt:

  1. Wel­che Maßnah­men im Rah­men des BEPS-Pro­jekts hat Ihr Staat un­ter­nom­men, um die Be­steue­rung ei­nes den tatsäch­li­chen Ak­ti­vitäten der Un­ter­neh­men auf Ih­rem Staats­ge­biet ent­spre­chen­den An­teils am Be­steue­rungs­sub­strat si­cher­zu­stel­len?
  2. Was wird Ih­rer An­sicht einen Staat als Un­ter­neh­mens­stand­ort nach­hal­ti­ger stärken - neue Steu­er­an­reize oder eine kon­stante, verläss­li­che Steu­er­ge­setz­ge­bung?
Wel­che Steu­er­po­li­tik wird in Ih­rem Staat ak­tu­ell ver­folgt?


China

Dr. Gerald Neumann
Dr. Ge­rald Neu­mann
Ma­na­ging Di­rec­tor, Fan, Chan & Dr. Neu­mann Busi­ness Ad­vi­sory (Shang­hai) Co., Ltd., China

1. In China be­reits um­ge­setzte BEPS-Maßnah­men


Die Fi­nanz­behörde (State Ad­mi­nis­tra­tion of Ta­xa­tion, SAT) hat die BEPS-Ak­ti­ons­punkte in China schritt­weise um­ge­setzt. Bis­her sind die fol­gen­den Re­ge­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit dem BEPS-Pro­jekt veröff­ent­licht wor­den:
  • Be­kannt­ma­chung der SAT bezüglich re­le­van­ter An­ge­le­gen­hei­ten zur Ver­bes­se­rung der Hin­ter­le­gung von Ge­schäften mit na­he­ste­hen­den Un­ter­neh­men und die Ver­wal­tung von zeit­glei­chen Do­ku­men­ta­tio­nen,
  • Be­kannt­ma­chung der SAT bezüglich der Ver­bes­se­rung von An­ge­le­gen­hei­ten im Zu­sam­men­hang mit der Ver­wal­tung von Ver­rech­nungs­preis­zu­sa­gen,
  • Be­kannt­ma­chung der SAT bezüglich des In­kraft­tre­tens von behörd­li­chen Maßnah­men für be­son­dere Steu­er­an­pas­sung- und Steu­er­er­mitt­lungs­ver­fah­ren so­wie ge­gen­sei­tige Kon­sul­ta­ti­ons­ver­fah­ren.

Durch die vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen hat die chi­ne­si­sche Re­gie­rung die BEPS-Vor­schläge bezüglich Do­ku­men­ta­ti­ons­pflich­ten, dem Coun­try-by-Coun­try-Re­por­ting, im­ma­te­ri­el­ler Vermögens­werte und Dienst­leis­tun­gen zwi­schen na­he­ste­hen­den Un­ter­neh­men etc. um­ge­setzt. Ins­be­son­dere die zu­letzt ge­nannte Be­kannt­ma­chung enthält um­fang­rei­che Ände­run­gen hin­sicht­lich be­son­de­rer Steu­er­un­ter­su­chun­gen, Ver­rech­nungs­preis­me­tho­den, Ver­gleich­bar­keits­ana­lyse so­wie Ver­hand­lungs­ver­fah­ren etc., um Steu­er­zah­ler kon­kre­tere Vor­ga­ben an die Hand zu ge­ben.

2. Chi­nas Steu­er­po­li­tik, um China als Un­ter­neh­mens­stand­ort zu stärken

Ohne kon­stante, verläss­li­che Steu­ern sind mei­ner Mei­nung nach selbst ag­gres­sive Steu­er­an­reize kein Schlüssel, um In­ves­to­ren an­zu­zie­hen.

Die chi­ne­si­sche Re­gie­rung hat ver­sucht, die Steu­er­ge­setze an­ge­mes­se­ner zu ge­stal­ten. Das Ver­spre­chen von ag­gres­si­ven Steu­er­an­rei­zen, um In­ves­ti­tio­nen aus dem Aus­land an­zu­lo­cken, wird von der zen­tra­len Re­gie­rung nicht mehr un­terstützt.

3. Von China künf­tig ver­folgte Steu­er­po­li­tik

Ei­ner­seits ver­sucht die Re­gie­rung, die Steu­er­be­las­tung klei­ne­rer Un­ter­neh­men zu sen­ken. An­de­rer­seits gibt es be­son­dere Steu­er­richt­li­nien, die dar­auf ab­zie­len, An­reize für neue und High-Tech Un­ter­neh­men zu schaf­fen, um die na­tio­nale Wirt­schaft zu len­ken. Dies ist aber nicht als all­ge­mei­nes Mit­tel ge­dacht, um so viele In­ves­to­ren wie möglich an­zu­lo­cken.

Großbritannien

John Voyez
John Voyez
Part­ner, Busi­ness Tax Ser­vices, Smith & Wil­liam­son LLP, Lon­don, Großbri­tan­nien

1. In Großbri­tan­nien be­reits um­ge­setzte BEPS-Maßnah­men
  • BEPS-Ak­ti­ons­punkt 2 - Hy­bride Ge­stal­tun­gen: Das Ver­ei­nigte König­reich hat die Emp­feh­lun­gen der OECD mit Wir­kung vom 1.1.2017 um­ge­setzt.
  • BEPS-Ak­ti­ons­punkt 4 - Steu­er­ab­zug von Zin­sen: Im Ein­klang mit den Vor­schlägen der OECD wurde mit Wir­kung ab 1.4.2017 eine neue Zins­schran­ken­re­ge­lung zur steu­er­li­chen Ab­zugsfähig­keit von Zin­sen ein­geführt. Da­bei ist eine Ge­ringfügig­keits­schwelle von GBP 2 Mio. vor­ge­se­hen. Die bis­he­ri­gen Vor­ga­ben im Ver­ei­nig­ten König­reich zur steu­er­li­chen Ab­zugsfähig­keit von Zin­sen (world­wide debt cap pro­vi­si­ons) wur­den auf­ge­ho­ben. Dort be­stand nur eine Ge­ringfügig­keits­schwelle von GBP 500.000.
  • BEPS-Ak­ti­ons­punkt 5 - Schädli­cher Steu­er­wett­be­werb: Mit Wir­kung zum 1.7.2016 trat eine Ände­rung des bri­ti­schen Pa­tent­box-Re­gimes in Kraft, um es in Ein­klang mit dem BEPS Ak­ti­ons­punkt 5 der OÄECD zu brin­gen.
  • BEPS-Ak­ti­ons­punkt 6 - Ab­kom­mens­miss­brauch zur Ver­mei­dung von Quel­len­steuer auf Li­zenz­gebühren: Der Um­fang der Quel­len­steu­er­vor­ga­ben für Li­zenz­gebühren ist er­wei­tert wor­den und Maßnah­men zur Ver­hin­de­rung von Miss­brauch wur­den ein­geführt.
  • BEPS-Ak­ti­ons­punkte 8 bis10 - Ver­rech­nungs­preise: Die Ver­rech­nungs­preis­richt­li­nien im Ver­ei­nig­ten König­reich wur­den geändert, um sie in Ein­klang mit den Ver­rech­nungs­preis­richt­li­nien der OECD zu brin­gen. Dies gilt für Ab­rech­nungs­pe­rio­den, die am oder nach dem 1.4.2016 be­gin­nen.
  • BEPS-Ak­ti­ons­punkt 13 - Ver­rech­nungs­preis­do­ku­men­ta­tion und Re­por­ting: Für be­stimmte Un­ter­neh­mens­grup­pen wurde das Coun­try-by-Coun­try-Re­por­ting ein­geführt mit Wir­kung für Ab­rech­nungs­pe­rio­den, die am oder nach dem 1.1.2016 be­gin­nen, ein­geführt. Zu­dem ist eine On­line-Veröff­ent­li­chung der sog. „Tax Stra­te­gie“ für be­stimmte Un­ter­neh­mens­grup­pen er­for­der­lich.  
2. Großbri­tan­nien setzt auf Steu­er­er­leich­te­run­gen, insb.

  • einen nied­ri­gen Körper­schaft­steu­er­satz, der von ge­genwärtig 19 % ab 2020 auf 17 % sinkt,
  • steu­er­li­che An­reize und Er­leich­te­run­gen für For­schung und Ent­wick­lung (R&D) und durch das Pa­tent­box-Re­gime,
  • zahl­rei­che Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men,vor­teil­hafte Re­ge­lun­gen für Hol­ding-Struk­tur: grundsätz­lich keine Be­steue­rung von er­hal­te­nen Di­vi­den­den, keine Quel­len­steuer auf aus­zu­schüttende Di­vi­den­den, vor­teil­hafte Re­ge­lung für be­herrschte ausländi­sche Un­ter­neh­men (Con­trol­led For­eign Re­gime), vor­be­halt­lich ge­wis­ser An­for­de­run­gen vor­teil­hafte Ka­pi­tal­be­tei­li­gungs­re­ge­lung für An­teils­verkäufe,
  • neue Re­geln, die Fle­xi­bi­lität bei der Nut­zung von Ver­lus­ten zu­las­sen, die nach dem 1.4.2017 ent­ste­hen,
  • faire Steu­er­behörde (HMRC),
  • klare neue Zins­schran­ken­re­ge­lung mit erhöhter Ge­ringfügig­keits­schwelle von GBP 2 Mio., Möglich­keit die Aus­wir­kun­gen auf Ver­rech­nungs­preise mit der HMRC zu klären,
  • wei­tere Vor­teile, die nicht im di­rek­ten Zu­sam­men­hang mit der Be­steue­rung ste­hen, z. B. ein gu­tes Rechts­sys­tem und Jus­tiz­we­sen so­wie re­la­tive Verläss­lich­keit der bri­ti­schen Ge­setz­ge­bung.
3. Von Großbri­tan­nien künf­tig ver­folgte Steu­er­po­li­tik

Natürlich ist je­der ge­genwärtig auf den Brexit fo­kus­siert und dar­auf, was die Ver­hand­lun­gen mit der EU be­wir­ken wer­den. Aber das Ziel be­steht darin, wei­ter­hin In­ves­ti­tio­nen und Ge­schäfte aus dem Aus­land an­zu­zie­hen. Dazu ist eine ak­tive und wach­sende Wirt­schaft un­terstützt von ei­ner nied­ri­ger Un­ter­neh­mens­be­steue­rung und Rechts­si­cher­heit not­wen­dig. Dies könnte in den nächs­ten zwei Jah­ren schwie­rig wer­den.

Indien

Maulik Doshi
Mau­lik Doshi
Char­te­red Ac­coun­tant, Part­ner, SKP Group, Mum­bai, In­dien

1. In In­dien be­reits um­ge­setzte BEPS-Maßnah­men


Die in­di­sche Re­gie­rung hat eine ganze An­zahl von Schrit­ten im Ein­klang mit dem BEPS-Ak­ti­ons­plan ein­ge­lei­tet, um eine Ge­winn­ver­schie­bung und eine Ero­sion der Be­steue­rungs­grund­lage zu ver­mei­den:
  • Coun­try-by-Coun­try-Re­por­ting – die Do­ku­men­ta­ti­ons­an­for­de­run­gen für Ver­rech­nungs­preise sind verstärkt wor­den und schließen jetzt CbCR im Ein­klang mit dem BEPS-Ak­ti­ons­punkt 13 ein,
  • Einführung ei­ner Aus­gleichs­ab­gabe (Equa­li­sa­tion Levy) – eine 6 %-ige Steuer auf On­line-Wer­bung, mit de­nen die Vor­ga­ben der Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kkom­men fak­ti­sch außer Kraft ge­setzt wer­den,
  • Be­schränkung des Zins­ab­zugs auf 30 % des EBIDTA hin­sicht­lich Zin­sen, die an na­he­ste­hen­den Un­ter­neh­men ge­zahlt wer­den, oder bei Schul­den, die von na­he­ste­hen­den Un­ter­neh­men ge­si­chert wer­den,
  • Neu­ver­hand­lung von Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Sin­ga­pur, Mau­ri­tius und Cy­pern - Einführung von Be­gren­zun­gen der Ab­kom­mens­begüns­ti­gun­gen in Übe­rein­stim­mung mit dem sog. Haupt­zweck­test,
  • Einführung ei­nes Li­zenz­box-Sys­tems,
  • Einführung von Richt­li­nien zum Ort der tatsäch­li­chen Ge­schäftsführung (ver­gleich­bar den „Con­trol­led For­eign Com­pany“-Richt­li­nien),
2. In­diens Steu­er­po­li­tik zur Stärkung des Un­ter­neh­mens­stand­orts

Um In­dien für ausländi­sche In­ves­ti­tio­nen at­trak­ti­ver zu ma­chen, sind nach mei­ner An­sicht kon­stante, verläss­li­che und außer­ge­richt­li­che steu­er­li­che Po­si­tio­nen und eine sol­che Ver­wal­tung wich­tig. Die neue Re­gie­rung hat zu­dem meh­rere Schritte ein­ge­lei­tet, um Rechts­strei­tig­kei­ten zu ver­rin­gern.

3. Von In­dien künf­tig ver­folgte Steu­er­po­li­tik

Die Re­gie­rung greift ge­gen Schwarz­geld und wi­der­recht­li­che Be­rei­che­rung hart durch. Darüber hin­aus wer­den in­ter­na­tio­nale „Best Prac­tices“ an­ge­wen­det und Steu­ersätze wett­be­werbsfähi­ger ge­stal­tet. Die Re­gie­rung un­ter­nimmt zu­dem - wie be­reits erwähnt - ei­nige Schritte, um Rechts­strei­tig­kei­ten zu ver­rin­gern.

USA

John C. Berens
John C. Be­rens
CPA, NE Re­gio­nal Tax Part­ner, Glo­bal Tax Lea­der, Clif­ton­Lar­so­nAl­len LLP, Char­lotte, USA

1. In USA be­reits um­ge­setzte BEPS-Maßnah­men


Als Re­ak­tion auf den Druck der OECD für höhere Trans­pa­renz zwi­schen Mit­glieds­staa­ten ha­ben  das Fi­nanz­mi­nis­te­rium der Ver­ei­nig­ten Staa­ten und die ame­ri­ka­ni­sche Bun­des­fi­nanz­ver­wal­tung (IRS) in 2016 ab­schließende Re­ge­lun­gen er­las­sen, die das Coun­try-by-Coun­try-Re­por­ting (CbCR) ver­pflich­tend ma­chen. Folg­lich muss ein US-Un­ter­neh­men, das Mut­ter­ge­sell­schaft ei­nes mul­ti­na­tio­na­len Kon­zerns ist und im vor­he­ri­gen Ge­schäfts­jahr einen Um­satz von min­des­tens USD 850 Mio. er­zielt hat, einen CbC-Re­port bei der IRS ein­rei­chen. Das ent­spre­chende For­mu­lar, das sich der­zeit noch in der Ent­wick­lung be­fin­det, muss zu­sam­men mit der Körper­schaft­steu­er­erklärung der Mut­ter­ge­sell­schaft spätes­tens am Fällig­keits­ter­min, in­klu­sive et­wai­ger Frist­verlänge­run­gen, ein­ge­reicht wer­den. Die Nicht­ein­hal­tung der Vor­schrif­ten zur Of­fen­le­gung des Re­ports können zu Sank­tio­nen führen. Kon­kret können Geld­stra­fen bis zu USD 10.000 für je­des Ge­schäfts­jahr, in dem der Re­port nicht ein­ge­reicht wird, be­tra­gen.

Eben­falls im Jahr 2016 ha­ben das Fi­nanz­mi­nis­te­rium der Ver­ei­nig­ten Staa­ten und die IRS ab­schließende Re­ge­lun­gen er­las­sen, die er­heb­li­che Aus­wir­kun­gen auf die steu­er­li­che Ge­stal­tung von Ge­schäften in den USA ha­ben könn­ten. Die neuen Re­ge­lun­gen ge­ben der IRS die Möglich­keit, Schul­den als Ei­gen­ka­pi­tal um zu qua­li­fi­zie­ren. Dies be­trifft Fälle, in de­nen ge­wisse Stan­dards zur Do­ku­men­ta­tion von Dar­le­hen nicht erfüllt sind oder Schuld­ver­schrei­bun­gen in be­stimm­ten Ar­ten von Trans­ak­tio­nen be­nutzt wer­den, die von der Re­gie­rung als missbräuch­lich ein­ge­stuft wer­den. Die Aus­wir­kun­gen ei­ner sol­chen Um­qua­li­fi­zie­rung be­ste­hen im Ver­lust der Ab­zugsfähig­keit der Zins­auf­wen­dun­gen. Diese Re­ge­lun­gen sind sehr kom­plex.

2. USA setzt auf Steu­er­er­leich­te­run­gen

Wir glau­ben, dass nied­ri­gere Sätze in der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung und die Über­lei­tung von der welt­wei­ten Be­steue­rung zu einem ter­ri­to­ria­len Steu­er­sys­tem die USA zu einem at­trak­ti­ve­ren Wirt­schafts­stand­ort ma­chen würden.

3. Von USA künf­tig ver­folgte Steu­er­po­li­tik

Die po­li­ti­sche Um­ge­bung in Wa­shing­ton, D.C. ist im Mo­ment chao­ti­sch. Ob­wohl das Weiße Haus und beide Häuser im Con­gress von den Re­pu­bli­ka­nern kon­trol­liert wer­den, gibt es un­ge­heu­ren Un­frie­den zwi­schen den gemäßig­ten Grup­pie­run­gen der Par­tei und den eher kon­ser­va­ti­ven Mit­glie­dern des Free­dom Cau­cus, wie sich am kürz­lich er­folg­ten Schei­tern der Ab­schaf­fung und Er­set­zung von Oba­ma­care ge­zeigt hat. Beide Repräsen­tan­tenhäuser und Präsi­dent Trump ha­ben Steu­er­vor­schläge dar­ge­legt, wo­nach die Un­ter­neh­mens­be­steue­rung sin­ken soll, ein her­ab­ge­setz­ter Steu­er­satz für die Rückführung ausländi­schen Ein­kom­mens vor­ge­se­hen ist, die Min­dest­steuer (AMT) für Un­ter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen auf­ge­ho­ben und persönli­che Ein­kom­men­steu­ersätze ge­senkt wer­den sol­len. Diese Maßnah­men würden der US-Wirt­schaft ver­mut­lich einen drin­gend not­wen­di­gen „boost“ bie­ten. Je­doch ist die Wahr­schein­lich­keit, dass Steu­er­ge­setze im Jahr 2017 ver­ab­schie­det wer­den, we­gen der strit­ti­gen Stim­mung „in­side the Beltway“ sehr ge­ring. Zusätz­lich wurde über eine Grenz­steuer für ge­wisse Ein­fuhrgüter dis­ku­tiert, die außer­halb der USA her­ge­stellt wer­den. Dazu wur­den meh­rere Vor­schläge un­ter­brei­tet, die je­doch einem wirt­schaft­li­chen „boost“ durch nied­ri­gere Steu­ersätze ent­ge­gen­wir­ken könn­ten.

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