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Steuerberatung

Steuerliche Förderung der betrieblichen Altersversorgung

Vor dem Hin­ter­grund ge­setz­li­cher Ände­run­gen hat das BMF seine bis­he­ri­gen Ver­laut­ba­run­gen zur steu­er­li­chen Förde­rung der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung an­ge­passt.

So geht das BMF in sei­nem Schrei­ben vom 12.08.2021 (Az. IV C 5 - S 2333/19/10008 : 017) zunächst dar­auf ein, wann eine be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung vor­liegt. Nach § 1 Be­triebs­ren­ten­ge­setz ist dazu er­for­der­lich, dass der Ar­beit­ge­ber dem Ar­beit­neh­mer aus An­lass sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses Leis­tun­gen oder Beiträge zur Ab­si­che­rung min­des­tens ei­nes bio­me­tri­schen Ri­si­kos zu­sagt und Leis­tungs­an­sprüche erst mit dem Ein­tritt des bio­lo­gi­schen Er­eig­nis­ses fällig wer­den. Als bio­me­tri­sche Ri­si­ken wer­den Al­ter, Tod und In­va­li­dität auf­geführt. Das Ri­siko der In­va­li­dität wird grundsätz­lich bei Ein­tritt ei­ner Er­werbs­min­de­rung, Er­werbs­unfähig­keit oder Be­rufs­unfähig­keit erfüllt, so dass ent­spre­chende Ver­si­che­run­gen die Vor­aus­set­zun­gen des Be­triebs­ren­ten­ge­set­zes erfüllen, so nun ex­pli­zit das BMF. Nicht hier­un­ter fällt hin­ge­gen die Ver­si­che­rung des Ri­si­kos ei­ner Ar­beits­unfähig­keit, auch wenn es sich um eine länger­fris­tige han­delt.

Wei­ter hat das BMF u. a. die Ausführun­gen zur Förde­rung von Beiträgen zur be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung durch die Al­ters­vor­sor­ge­zu­lage an­ge­passt und dort die Ende 2018 ein­geführte Möglich­keit ei­ner rei­nen Bei­trags­zu­sage berück­sich­tigt (§ 82 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 EStG).

Auch wurde berück­sich­tigt, dass mit Wir­kung ab 19.08.2020 der Förder­be­trag zur be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung nach § 100 Abs. 2 EStG von ma­xi­mal 144 Euro auf 288 Euro ver­dop­pelt wurde. Das BMF stellt dazu insb. dar, wie bei be­reits vor 2018 be­ste­hen­den Ver­ein­ba­run­gen vor­zu­ge­hen ist.

Hin­weis: Das BMF-Schrei­ben vom 12.08.2021 er­setzt die BMF-Schrei­ben vom 06.12.2017 (BStBl. I 2018, S. 147) und vom 08.08.2019 (BStBl. I 2019, S. 834). Es ist in al­len of­fe­nen Fällen an­zu­wen­den.

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