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Steuerberatung

Steuerinitiative BEPS: „Steuerlast für deutsche Unternehmen steigt“

Sten Günsel, Rechtsanwalt, Steuerberater, Fachanwalt für internationales Steuerrecht und Partner bei Ebner Stolz im Interview mit FINANCE-TV zum Thema BEPS.

Steuer­in­i­tia­tive BEPS: „Steu­er­last für deut­sche Unter­neh­men steigt“

Die Aus­nut­zung des Steu­er­ge­fäl­les von inter­na­tio­na­len Groß­kon­zer­nen sorgt welt­weit für Empör­ung. Das will die OECD mit der soge­nann­ten BEPS-Ini­tia­tive (Base Ero­sion Pro­fit Shif­ting-Ini­tia­tive) ändern.

„Auch für deut­sche Unter­neh­men könnte die Steu­er­last in der Ten­denz stei­gen“, warnt Sten Gün­sel, Rechts­an­walt, Steu­er­be­ra­ter und Fach­an­walt für inter­na­tio­na­les Steu­er­recht bei Ebner Stolz im Gespräch mit FINANCE-TV. Wie sich deut­sche CFOs auf die BEPS-Vor­schrif­ten vor­be­rei­ten kön­nen und was bei Ver­stö­ßen droht – dazu äußert sich Sten Gün­sel in einem Inter­view bei FINANCE-TV.

[Link auf http://www.finance-maga­zin.de/finance-tv]

Anti-Avo­i­dance-Pac­kage der EU-Kom­mis­sion

Inzwi­schen hat die EU-Kom­mis­sion ein ers­tes Anti-Avo­i­dance-Pac­kage zur Umset­zung der BEPS-Emp­feh­lun­gen erar­bei­tet.

Infor­ma­tio­nen zu den Ent­wür­fen fin­den Sie hier.

Umset­zung der BEPS-Emp­feh­lun­gen im neuen DBA Aus­tra­lien

Am 12.11.2015 wurde das neue Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men zwi­schen Deut­sch­land und Aus­tra­lien unter­zeich­net. Die­ses bedarf noch der Rati­fi­zie­rung in bei­den Staa­ten, um in Kraft tre­ten zu kön­nen. In Deut­sch­land könnte das neue DBA früh­es­tens ab 1.1.2017 anzu­wen­den sein.

Neben einer Sen­kung der Quel­len­steu­er­sätze auf Divi­den­den, Zin­sen und Lizen­zen ent­hält das DBA einige Rege­lun­gen, mit denen Akti­ons­punkte der OECD zu „Base Ero­sion and Pro­fit Shif­ting“, kurz BEPS, umge­setzt wer­den. So sind u. a. spe­zi­elle Rege­lun­gen für hybride Gesell­schaf­ten vor­ge­se­hen. Dop­pelt ansäs­sige Gesell­schaf­ten wer­den aus dem Kreis der Begüns­tig­ten aus­ge­nom­men, wenn der Ort der tat­säch­li­chen Geschäfts­lei­tung nicht bestimmt wer­den kann oder er sich in kei­nem der bei­den Staa­ten befin­det. Die künst­li­che Umge­hung des Sta­tus als Betriebs­stätte durch das Auf­s­p­lit­ten der Tätig­keit in Vor­be­rei­tungs- und Hilf­s­tä­tig­kei­ten, die grund­sätz­lich keine Betriebs­stätte begrün­den, soll ver­mie­den wer­den.
Wei­tere Ein­zel­hei­ten zum Inhalt des neuen DBA fin­den Sie hier.


Hin­weis

Die Umset­zung der BEPS-Akti­ons­punkte nimmt somit auch auf bila­te­ra­ler Ebene an Fahrt auf. Es wird zudem damit gerech­net, dass erfor­der­li­che Modi­fi­ka­tio­nen im deut­schen Steu­er­recht noch im Laufe die­ses Jah­res durch den Gesetz­ge­ber auf den Weg gebracht wer­den.

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