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Schweiz: Erleichterungen bei der Rückerstattung der Verrechnungssteuer

Die Schweiz hat die Voraussetzungen bei der Rückerstattung der Verrechnungssteuer zum 1.1.2019 entschärft.

Eine in der Schweiz wohn­hafte Pri­vat­per­son kann unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Rücker­stat­tung der Ver­rech­nungs­steuer von 35 % auf Kapi­ta­l­er­träge und Lot­te­rie­ge­winne bean­spru­chen. Die Vor­aus­set­zun­gen hierzu wur­den mit Wir­kung zum 1.1.2019 ent­schärft.

Wurde z. B. bei der Aus­schüt­tung von Divi­den­den die Ver­rech­nungs­steuer von 35 % von der aus­schüt­ten­den Kapi­tal­ge­sell­schaft in der Schweiz ein­be­hal­ten und abge­führt, war bis­lang erfor­der­lich, dass diese Ein­künfte voll­stän­dig im Rah­men der Steue­r­er­klär­ung ange­ge­ben wur­den und die Steu­er­be­hörde von die­sen Ein­künf­ten nicht erst auf Nach­frage erfuhr.

Seit 1.1.2019 kann eine Rücker­stat­tung auch dann bean­sprucht wer­den, wenn die Ein­künfte in der Steue­r­er­klär­ung ledig­lich auf­grund von Fahr­läs­sig­keit nicht dekla­riert wor­den sind. Damit ist auch eine nach­träg­li­che Dekla­ra­tion der mit Ver­rech­nungs­steuer belas­te­ten Ein­künfte noch mög­lich, sofern die Anga­ben nur fahr­läs­sig nicht gemacht wur­den, ohne dass dies schäd­lich für den Erstat­tungs­an­spruch wäre. Zudem erfor­der­lich ist aller­dings, dass das Ver­an­la­gungs-, Revi­si­ons- oder Nach­steu­er­ver­fah­ren noch nicht rechts­kräf­tig abge­sch­los­sen ist.

Hin­weis

Die Geset­zes­än­de­rung gilt auch für Ansprüche, die seit dem 1.1.2014 ent­stan­den sind, sofern über den Anspruch auf Rücker­stat­tung der Ver­rech­nungs­steuer noch nicht rechts­kräf­tig ent­schie­den wor­den ist. Gerne klä­ren wir in Koope­ra­tion mit unse­ren Nexia-Part­nern in der Schweiz, ob im kon­k­re­ten Fall eine Rücker­stat­tung der Ver­rech­nungs­steuer nach den seit 1.1.2019 Vor­ga­ben mög­lich ist.


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