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Schneller und besser planen

Die jähr­li­che Bud­get­pla­nung en­det häufig in hek­ti­scher Be­trieb­sam­keit. Ge­plant wird zu viel, zu de­tail­liert und meist auch zu lange. Da­bei kennt die Be­triebs­wirt­schaft längst Me­tho­den, mit de­nen der Plan wie­der zum ef­fi­zi­en­ten In­stru­ment ei­ner wirk­sa­men Un­ter­neh­men­steue­rung wird. Dafür braucht man vor al­lem ei­nes: Mut zum Um­den­ken.

Alle Jahre wie­der be­ginnt zum Jah­res­ende das große Stöhnen in vie­len Un­ter­neh­men – ge­nau dann, wenn die Bud­gets für das kom­mende Ge­schäfts­jahr ge­plant wer­den. Der An­spruch, al­les ganz ge­nau dar­stel­len zu wol­len, führt zu Un­men­gen an Da­ten, die zu er­stel­len, zu plau­si­bi­li­sie­ren und zu ver­ar­bei­ten sind. Das Con­trol­ling macht Über­stun­den. Die Ab­tei­lun­gen lie­fern im­mer mehr Zah­len. Steht der Plan dann ir­gend­wann, sind Teile da­von längst Ma­ku­la­tur, wenn er ei­gent­lich als In­stru­ment der Un­ter­neh­mens­steue­rung wert­volle Dienste leis­ten sollte.

Schneller und besser planen© GettyImages

Klassische Budgetierung

Die klas­si­sche Bud­ge­tie­rung ist stark am Rech­nungs­we­sen ori­en­tiert und spie­gelt das tra­di­tio­nelle Mo­dell von Führung und Kon­trolle wi­der. Man ver­sucht, die Zu­kunft mit all ih­ren Be­son­der­hei­ten und Unwägbar­kei­ten klein­tei­lig zu si­mu­lie­ren. Da­durch sind Pla­nungs­zeiträume von vier bis fünf Mo­na­ten selbst im Mit­tel­stand keine Sel­ten­heit. Die De­tail­tiefe mag ana­ly­ti­sch sau­ber sein. Je­doch fließen so viele Pa­ra­me­ter ein, dass der Plan kaum mehr für alle nach­voll­zieh­bar ist. Er­reicht hat man eine Schein­ge­nau­ig­keit. Kaum ändern sich we­sent­li­che Prämis­sen, wie die Nach­frage, die Wett­be­werbs­si­tua­tion oder Re­gu­la­rien, gehört der mühsam er­stellte Plan in die Ab­lage P wie Pa­pier­korb. Die De­fi­zite wer­den schnell deut­lich: auf­wen­dig, we­nig ef­fek­tiv, mit­un­ter kurze Halb­werts­zeit.

Beyond Budgeting

Der Ge­gen­ent­wurf, Beyond Bud­ge­ting, sagt: „Weg mit den Bud­gets.“ Hier be­steht die Ma­xime nicht darin, den Plan zu erfüllen, son­dern die Un­ter­neh­mens­ziele zu er­rei­chen. Der pu­ris­ti­sche Beyond-Bud­ge­ting-An­satz ist weit­aus mehr als ein rei­nes Pla­nungs­kon­zept. Er spie­gelt eine Un­ter­neh­mens­phi­lo­so­phie wi­der, lebt von der kon­se­quen­ten De­zen­tra­li­sie­rung von Ent­schei­dun­gen und er­for­dert eine na­hezu hier­ar­chiefreie Netz­wer­kor­ga­ni­sa­tion. Be­kannte Ver­tre­ter sind bspw. dm, Uni­le­ver, Ikea oder Svenska Han­dels­ban­ken – starke Na­men ih­rer Bran­chen. Aber für eine weite Ver­brei­tung ist die­ses Mo­dell si­cher­lich zu ra­di­kal.

Den eigenen Weg finden

Doch muss es im­mer ein Ex­trem sein? In der Li­te­ra­tur sind auch Ansätze wie Bet­ter Bud­ge­ting und Ad­van­ced Bud­ge­ting be­kannt. Erst­ge­nann­tes folgt dem Grund­prin­zip der tra­di­tio­nel­len Bud­ge­tie­rung, ver­sucht je­doch Pro­zess­ver­bes­se­run­gen bei­spiels­weise durch IT-Un­terstützung oder par­ti­el­len Ver­zicht auf De­tails zu er­zie­len. Ad­van­ced Bud­ge­ting setzt schon stärker auf re­la­tive Bench­marks als Ziele und ver­langt eine starke Ver­zah­nung von stra­te­gi­scher und ope­ra­ti­ver Pla­nung. Doch sollte es nicht der An­spruch sein, einem Mo­dell zu ent­spre­chen. Der gol­dene Weg ist ein In­di­vi­du­el­ler.

Für die pro­fes­sio­nelle Ge­stal­tung ei­ner in­di­vi­du­el­len Bud­ge­tie­rung können wir Ih­nen Pro­phix emp­feh­len - ein her­vor­ra­gen­des und an­wen­der­freund­li­ches Pla­nungs­werk­zeug. Rea­li­sie­ren Sie Ef­fi­zi­enz­ge­winne durch die Au­to­ma­ti­sie­rung der Pro­zesse für Da­tein­ein­gabe und -frei­gabe. Gerne un­terstützen wir Sie bei der Im­ple­men­tie­rung un­se­rer Soft­warelösung, bie­ten Ih­nen ein um­fang­rei­ches Schu­lungs­an­ge­bot an und ste­hen bei An­wen­dungs­fra­gen mit einem qua­li­fi­zier­ten Sup­port zur Seite.

Das Verändern ei­nes Pla­nungs­pro­zes­ses er­for­dert von al­len Be­tei­lig­ten vor al­lem ei­nes: Mut zum Um­den­ken. Es gilt, ein maßge­schnei­der­tes Pla­nungs­kon­zept für das Un­ter­neh­men zu ent­wi­ckeln. Es sollte nur an den Stel­len ins De­tail ge­hen, wo es wirk­lich sinn­voll ist, und je­der­zeit fle­xi­bel an­pass­bar sein.
 
Nicht zwin­gend muss in der Um­set­zung der ge­samte Pla­nungs­pro­zess ra­di­kal geändert wer­den. Viel­mehr kommt es auf das Dre­hen an rich­ti­gen Schrau­ben an.
 
Pla­nung ist kein Selbst­zweck. Mehr­wert ent­steht je­doch dann, wenn der Plan als ef­fek­ti­ves Werk­zeug zu mehr Un­ter­neh­mens­er­folg führt.

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