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Reform der Entsenderichtlinien

Auf EU-Ebene wurde Einigkeit hinsichtlich der Überarbeitung der Vorschriften über die Entsendung von Mitarbeitern erzielt.

Im Kern wurde der Grund­satz der glei­chen Ent­loh­nung für glei­che Arbeit am glei­chen Ort ver­ab­schie­det. Der arbeits­recht­li­che Schutz ent­sand­ter Arbeit­neh­mer wird damit künf­tig deut­lich ver­bes­sert.

Wesent­li­che Ele­mente der Eini­gung sind:

  • Neben dem Prin­zip des glei­chen Lohns für glei­che Arbeit am glei­chen Ort wird außer­dem für alle Betei­lig­ten Rechts­klar­heit dar­über geschaf­fen, wel­che Lohn­zu­schläge mit der Ent­loh­nung ver­rech­net wer­den dür­fen und wel­che nicht.
  • Der Schutz Lang­zei­t­ent­sand­ter wird deut­lich ver­bes­sert. Nach zwölf Mona­ten Arbeit im Gast­land gilt für sie grund­sätz­lich - mit weni­gen Aus­nah­men - das gesamte Arbeits­recht des Gast­lan­des. Es gibt aber die Option, diese Frist auf Antrag der Unter­neh­men auf maxi­mal 18 Monate zu ver­län­gern.

Hin­weis

Die Euro­päi­sche Kom­mis­sion wird 2018 zudem eine Euro­päi­sche Arbeits­be­hörde mit dem Zweck ein­rich­ten, die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Arbeits­be­hör­den auf allen Ebe­nen zu stär­ken und in grenz­über­sch­rei­ten­den Fäl­len bes­sere Lösun­gen zu fin­den. Wei­ter wird die Kom­mis­sion Ini­tia­ti­ven zur För­de­rung einer fai­ren Mobi­li­tät vor­schla­gen. Ein Bau­stein ist eine euro­päi­sche Sozial­ver­si­che­rungs­num­mer, die deut­li­cher machen soll, wel­che Ansprüche den Betrof­fe­nen im Bereich der sozia­len Sicher­heit zuste­hen und wie sie diese digi­tal gel­ten machen kön­nen.



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