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Steuerberatung

Privatnutzung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen

Das BMF ak­tua­li­siert seine bis­he­ri­gen Ver­laut­ba­run­gen zur Er­mitt­lung des Werts der Pri­vat­nut­zung ei­nes be­trieb­li­chen Elek­tro- oder Hy­bri­de­lek­tro­fahr­zeugs.

So sieht das BMF in sei­nem Schrei­ben vom 05.11.2021 wird u. a. vor, dass auch Brenn­stoff­zel­len­fahr­zeuge, de­ren En­er­gie­wand­ler aus­schließlich aus den Brenn­stoff­zel­len und min­des­tens ei­ner elek­tri­schen An­triebs­ma­schine be­steht, als Elek­tro­fahr­zeuge gel­ten. Er­trags­steu­er­lich zählen zu­dem Elek­tro­fahrräder, de­ren Mo­tor auch Ge­schwin­dig­kei­ten über 25 km/h un­terstützt, so­wie Elek­tro­klein­st­fahr­zeuge (z. B. E-Scoo­ter) zu den Elek­tro­fahr­zeu­gen.

Wei­ter geht das BMF auf die zwi­schen­zeit­li­chen ge­setz­li­chen Ände­run­gen bei der pau­scha­len Er­mitt­lung des pri­va­ten Nut­zungs­werts nach der 1 %-Re­ge­lung ein. So ist bei zwi­schen dem 01.01.2019 und dem 31.12.2030 an­ge­schaff­ten Elek­tro­fahr­zeuge seit 01.01.2020 nur ¼ des Brut­to­lis­ten­neu­prei­ses als Be­mes­sungs­grund­lage her­an­zu­zie­hen, so­fern die­ser Lis­ten­preis nicht mehr als 60.000 Euro be­tra­gen hat. An­dern­falls ist bei der 1 %-Re­ge­lung von dem hälf­ti­gen Brut­to­lis­ten­neu­preis aus­zu­ge­hen, was un­ter Ein­hal­tung der ge­setz­lich vor­ge­ge­be­nen Min­destreich­weite bei aus­schließli­cher Nut­zung des Elek­tro­an­triebs oder ei­ner Koh­len­di­oxid­emis­sion von höchs­tens 50 Gramm je ge­fah­re­nem Ki­lo­me­ter auch für Hy­bridfahr­zeuge, die in dem vor­ge­nann­ten Zeit­raum an­ge­schafft wer­den, gilt.

Wird das be­trieb­li­che Elek­tro- oder Hy­bri­de­lek­tro­fahr­zeug auch an ei­ner zur Woh­nung des Steu­er­pflich­ti­gen gehören­den La­de­vor­rich­tung ge­la­den, können statt der mit ge­son­der­tem Stromzähler er­mit­tel­ten tatsäch­li­chen Strom­kos­ten auch die lohn­steu­er­li­chen Pau­scha­len laut BMF-Schrei­ben vom 29.09.2020 (BStBl. I 2020, S. 972, Rz. 23 und 24) an­ge­setzt wer­den.

Ab­schließend weist das BMF dar­auf hin, dass die Vergüns­ti­gun­gen nicht für vor dem 01.01.2019 Ar­beit­neh­mern zur Nut­zung über­las­sene Fahr­zeuge an­zu­wen­den sind, auch nicht im Falle ei­nes Wech­sels des Nut­zungs­be­rech­tig­ten.

Hin­weis: Das BMF-Schrei­ben vom 05.11.2021 er­setzt das bis­he­rige Schrei­ben vom 05.06.2014 (BStBl. I 2014, S. 835) und die ergänzende Ver­laut­ba­rung vom 24.01.2018 (BStBl. I 2018, S. 272) zu Brenn­stoff­zel­len­fahr­zeu­gen.

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