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Polen: Änderungen beim Quellensteuereinbehalt zum 1.7.2019

Zum 1.7.2019 werden in Polen weitere Nachweise gefordert, um von einem reduzierten Quellensteuersatz oder von einer Abzugsbefreiung profitieren zu können.

Leis­ten Unter­neh­men in Polen Lizenz­zah­lun­gen oder andere Zah­lun­gen für bestimmte Dienst­leis­tun­gen an aus­län­di­sche Emp­fän­ger sind hier­von Quel­len­steu­ern ein­zu­be­hal­ten und an den pol­ni­schen Fis­kus abzu­füh­ren. Der Quel­len­steu­er­satz beträgt je nach Art der Zah­lun­gen 19 % oder 20 %. Liegt dem Leis­ten­den, neben wei­te­ren vor­ge­ge­be­nen Doku­men­ten, eine Bestä­ti­gung des Zah­lungs­emp­fän­gers über des­sen Regi­s­trie­rung in des­sen Ansäs­sig­keits­staat vor, kann ein redu­zier­ter Quel­len­steu­er­satz zur Anwen­dung kom­men bzw. keine Quel­len­steuer anfal­len.   

Zum 1.7.2019 wer­den wei­tere Nach­weise gefor­dert, um von einem redu­zier­ten Quel­len­steu­er­satz oder von einer Abzugs­be­f­rei­ung pro­fi­tie­ren zu kön­nen. Sofern die Zah­lun­gen an einen Emp­fän­ger inn­er­halb eines Steu­er­jah­res 2 Mio. PLN über­s­tei­gen, ist zusätz­lich ent­we­der eine amt­li­che Bestä­ti­gung der zustän­di­gen Steu­er­be­hör­den erfor­der­lich, die nur dann erteilt wird, wenn insb. die Mut­ter-Toch­ter-Richt­li­nie oder die Lizenz­richt­li­nie zum Tra­gen kommt. Oder alle Mit­g­lie­der der Geschäfts­füh­rung des leis­ten­den Unter­neh­mens beschei­ni­gen spä­tes­tens am Tag der Zah­lung, dass die Vor­aus­set­zun­gen der Quel­len­steu­er­be­güns­ti­gung vor­lie­gen und ihnen keine ent­ge­gen­ste­hen­den Infor­ma­tio­nen bekannt sind. Die Beschei­ni­gung muss zumin­dest für die Dauer der zwei­dar­auf­fol­gen­den Monate gül­tig sein. Andern­falls unter­lie­gen Zah­lun­gen, die die 2 Mio. PLN-Grenze über­s­tei­gen, dem Quel­len­steu­er­ab­zug zum regu­lä­ren Steu­er­satz. Die Erstat­tung der Quel­len­steuer kann bei Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen jedoch ent­we­der vom Zah­lungs­emp­fän­ger oder vom Leis­ten­den bean­tragt wer­den.

Hin­weis

Betrof­fene Unter­neh­men soll­ten zeit­nah prü­fen, ob sie die ab 1.7.2019 erfor­der­li­chen zusätz­li­chen Nach­weise in dem erfor­der­li­chen Umfang in elek­tro­ni­scher Form den pol­ni­schen Steu­er­be­hör­den vor­le­gen kön­nen, um Liqui­di­täts­nach­teile durch den Quel­len­steue­r­ein­be­halt in regu­lä­rer Höhe zu ver­mei­den. Gerne unter­stüt­zen wir Sie hier­bei in Koope­ra­tion mit unse­ren pol­ni­schen Kol­le­gen aus unse­rem Nexia-Netz­werk.

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