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Nexia Ebner Stolz

Plädoyer für gesetzliche Regelung des Verlustabzugs im Erbfall

Verluste sterben mit

- Aufsatz von StB Christian Rickert, Ebner Stolz Mönning Bachem, Stuttgart, in DStR 2010, S. 410 ff. -

Bis 2008 konn­ten steu­er­li­che Ver­luste, die der Erblas­ser erzielt hatte, auf den Erben über­ge­hen. Die­ser konnte die Ver­luste des Erb­las­sers mit eige­nen posi­ti­ven Ein­künf­ten ver­rech­nen. Dies ist seit 2008 grund­sätz­lich nicht mehr mög­lich. Hin­ter­grund der Ände­rung ist, dass der Bun­des­fi­nanz­hof die bis­he­rige gesetz­li­che Rege­lung anders inter­p­re­tiert.

Der Bei­trag von Rickert ("Pläd­o­yer für eine gesetz­li­che Rege­lung des Ver­lu­st­ab­zugs im Erb­fall", DStR 2010, S. 410 ff.) zeigt die dar­aus fol­gen­den Ung­leich­be­hand­lun­gen auf. Durch die neue Rechts­lage wer­den vor allem haf­tungs­be­schränkte Unter­neh­mens­for­men im Erb­fall begüns­tigt.

Fer­ner zeigt sich, dass auch andere Ver­luste, so etwa Ver­luste aus Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­ten vom Unter­gang im Erb­fall bedroht sein kön­nen. 

Rickert for­dert daher den Gesetz­ge­ber auf, eine Rege­lung zu schaf­fen, die es ermög­licht, Ver­luste letzt­ma­lig "auf den Todes­zeit­punkt" steu­er­lich gel­tend machen zu kön­nen.

Es wird abzu­war­ten sein, ob die Bun­des­re­gie­rung die unter­schied­li­chen Rege­lun­gen zu den steu­er­li­chen Ver­lu­st­ab­zü­gen im Rah­men der geplan­ten gro­ßen Steu­er­re­form neu regelt und die aktu­el­len prak­ti­schen Pro­b­leme und Ung­leich­be­hand­lun­gen dadurch besei­tigt.

Bis dahin kann der grund­sätz­li­che Rat nur lau­ten, Ver­luste mög­lichst zeit­nah steu­er­lich nutz­bar zu machen.



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