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Neue Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur außerklinischen Intensivpflege

Der Ge­setz­ge­ber hat mit dem Ge­setz zur Stärkung von in­ten­sivpfle­ge­ri­scher Ver­sor­gung und me­di­zi­ni­scher Re­ha­bi­li­ta­tion in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV-IP­ReG) die bis­he­ri­gen Re­ge­lun­gen zum am­bu­lan­ten in­ten­sivpfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­be­darf in einen neuen Leis­tungs­an­spruch auf außer­kli­ni­sche In­ten­sivpflege überführt.

Ziel die­ses Ge­set­zes ist es, die in­di­vi­du­elle be­darfs­ge­rechte Ver­sor­gung zu stärken. Zu­dem soll bes­ser ge­gen kri­mi­nelle Ge­schäfts­prak­ti­ken im Be­reich der außer­kli­ni­schen In­ten­sivpflege vor­ge­gan­gen wer­den können.

Der Ge­mein­same Bun­des­aus­schuss (G-BA) hat in sei­ner Richt­li­nie zur außer­kli­ni­schen In­ten­sivpflege (AKI-RL) in fol­gen­den Be­rei­chen Neu­re­ge­lun­gen er­las­sen:

  • Auf­lis­tung ei­ner Aus­wahl von The­ra­pie­leis­tun­gen, die ver­ord­net wer­den können;
  • Kon­kre­ti­sie­rung der Vor­aus­set­zun­gen, die bei den The­ra­pie­leis­tun­gen gel­ten;
  • Kon­kre­ti­sie­rung, wie die Zu­sam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen be­treu­en­den Be­rufs­grup­pen ko­or­di­niert wer­den soll;
  • frühzei­tige und re­gelmäßige Überprüfung, ob bei be­at­mungs­pflich­ti­gen Pa­ti­en­ten eine Entwöhnung von der Be­at­mung in Frage kommt;
  • Überprüfung der Um­ge­bung, in der die Pa­ti­en­ten ver­sorgt wer­den, durch den Me­di­zi­ni­schen Dienst (min­des­tens ein­mal im Jahr);
  • das Entwöhnungs­po­ten­zial soll nicht mehr vor­ran­gig in Kli­ni­ken, son­dern dort er­ho­ben wer­den, wo die Pa­ti­en­ten ver­sorgt wer­den, da­bei kann auch eine te­le­me­di­zi­ni­sche Ein­schätzung er­fol­gen.

Ausblick

Die bis­he­ri­gen Verträge, die zwi­schen dem GKV-Spit­zen­ver­band und den Leis­tungs­er­brin­gern gel­ten, sol­len noch bis zu ih­rer ent­spre­chen­den Ablösung fort­dau­ern, längs­tens je­doch für zwölf Mo­nate nach Ver­ein­ba­rung der Rah­men­emp­feh­lun­gen.

Der G-BA will außer­dem vier Jahre nach dem In­kraft­tre­ten eva­lu­ie­ren, wie die Richt­li­nie um­ge­setzt wurde und wie sie sich auf die Ver­sor­gung aus­wirkt.

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