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Nexia Ebner Stolz

Lohnsteuer-Freibeträge für 2013 neu beantragen!

Und wie­der ein Stück mehr elek­tro­ni­sches Zei­tal­ter bricht an: Die gute alte Lohn­steu­er­karte ist nun end­lich Ver­gan­gen­heit. Ab Novem­ber 2012 kann der Arbeit­ge­ber die für die Lohn­ab­rech­nung erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen über seine Arbeit­neh­mer, wie z. B. Lohn­steu­er­klasse und Kin­der, elek­tro­nisch bei der Finanz­ver­wal­tung abru­fen und diese der Lohn­ab­rech­nung ab Januar 2013 zu Grunde legen.
Die Daten des Arbeit­neh­mers lie­gen dem Finanz­amt grund­sätz­lich vor. Eine Beson­der­heit besteht aller­dings für die Frei­be­träge, die bei der Berech­nung der Lohn­steuer berück­sich­tigt wer­den sol­len. Wurde in der Ver­gan­gen­heit ein Lohn­steuer­er­mä­ß­i­gung­s­an­trag und damit die Ein­tra­gung eines Frei­be­trags, etwa für Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und regel­mä­ß­i­ger Arbeits­stätte, auf der Lohn­steu­er­karte bean­tragt, wurde die­ser Frei­be­trag auch bis ins aktu­elle Jahr hin­ein berück­sich­tigt.
„Das muss aber nicht mehr ab Januar 2013 gel­ten“, erläu­tert Steu­er­be­ra­ter Alex­an­der Miche­lutti von Ebner Stolz Mön­ning Bachem in Stutt­gart. „Denn ab Januar 2013 kann der Arbeit­ge­ber der jewei­li­gen Lohn­ab­rech­nung die elek­tro­nisch abge­ru­fe­nen Lohn­steu­er­ab­zugs­merk­male zu Grunde legen. Und in die­sen elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­ab­zugs­merk­ma­len, den soge­nann­ten ELS­tAM, sind bis­he­rige Frei­be­träge nicht mehr ent­hal­ten. Viel­mehr ist es Sache des Arbeit­neh­mers, die Frei­be­träge bei sei­nem zustän­di­gen Finanz­amt neu zu bean­tra­gen - und zwar auch dann, wenn sich deren Höhe nicht ver­än­dert hat.“
Eine Ände­rung der Frei­be­träge muss sich aber auch nicht zwin­gend bereits in der Januar-Lohn­ab­rech­nung bemerk­bar machen, so Alex­an­der Miche­lutti wei­ter. Denn dem Arbeit­ge­ber ist eine Über­gangs­zeit ein­ge­räumt, er muss spä­tes­tens bis Ende 2013 die Lohn­steu­er­ab­zugs­merk­male erst­mals elek­tro­nisch abru­fen und inn­er­halb von sechs Mona­ten erst­mals anwen­den. Vor der erst­ma­li­gen Anwen­dung darf er auf die in bis­her vor­lie­gen­den Daten und Unter­la­gen zurück­g­rei­fen - damit auch auf den bis­he­ri­gen Frei­be­trag. Wann er vom alten Sys­tem auf das neue ums­teigt, ist dabei letzt­lich Sache des Arbeit­ge­bers. „Des­halb ist es hil­f­reich, wenn der Arbeit­ge­ber seine Mit­ar­bei­ter infor­miert, ab wann der elek­tro­ni­sche Lohn­steu­er­ab­zug erst­mals vor­ge­nom­men wird“, rät Alex­an­der Miche­lutti.
Wie dem auch sei - um höhere Lohn­steu­er­ab­züge ab Januar 2013 oder im Laufe des neuen Jah­res zu ver­mei­den, emp­fiehlt es sich jeden­falls, die Frei­be­träge bald mög­lichst neu zu bean­tra­gen. Ein ent­sp­re­chen­der Antrag kann unter www.for­mu­lare-bfinv.de im Inter­net gefun­den und beim zustän­di­gen Finanz­amt ein­ge­reicht wer­den.
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