de en
Nexia Ebner Stolz

Steuerberatung

Bund und Ländern (außer Bayern) einig über Grundsteuerreform

Bis zum 31.12.2019 muss die Grundsteuerreform unter Dach und Fach sein. Bund und Länder einigten sich nun auf ein Grundkonzept, wobei allerdings Bayern bereits deutlich machte, dass es diesen Kompromiss nicht mitträgt und ein grundlegend anderes Modell fordert.

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz und die Finanz­mi­nis­ter der Län­der ver­stän­dig­ten sich am 14.3.2019 über die Grund­züge der bis Jah­re­s­ende durch­zu­füh­r­en­den Grund­steu­er­re­form. Laut Pres­se­mel­dun­gen wird grund­sätz­lich an einem wer­t­ab­hän­gi­gen Modell fest­ge­hal­ten, das im Ver­g­leich zu den am 1.2.2019 bekannt­ge­ge­be­nen Eck­punk­ten u. a. in fol­gen­den Punk­ten modi­fi­ziert wird:

  • Bei Miet­wohn­grund­stü­cken soll der Gebäu­de­werte wei­ter­hin auf Basis durch­schnitt­li­cher Net­to­kalt­mie­ten ermit­telt wer­den, wobei aber nicht die kon­k­rete Miete zugrunde gelegt wer­den soll, son­dern zur Ver­ein­fa­chung Preis­grup­pen vor­ge­se­hen sind.
  • Zur Ermitt­lung des Grund­stücks­werts soll auf die Boden­richt­werte abge­s­tellt wer­den. Dabei soll die Mög­lich­keit vor­ge­se­hen sein, zur Ver­ein­fa­chung Boden­richt­wert­zo­nen zu grö­ße­ren Zonen zusam­men­zu­fas­sen.
  • Die für die Grund­steuer maß­geb­li­che Mess­zahl soll für den sozia­len Woh­nungs­bau, für kom­mu­nale und genos­sen­schaft­li­che Woh­nungs­ge­sell­schaf­ten sowie für Ver­eine und gemein­nüt­zige Unter­neh­men sin­ken

Hin­weis

Auf Basis die­ser Eini­gung erar­bei­tet nun das BMF einen Refe­ren­ten­ent­wurf. Über­schat­tet wird die Eini­gung jedoch durch das Aus­sche­ren Bay­erns, das wei­ter­hin eine deut­lich ein­fa­chere Ermitt­lung der Bemes­sungs­grund­lage der Grund­steuer durch ein wert­un­ab­hän­gi­ges Flächen­mo­dell for­dert.

nach oben