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Steuerberatung

Fit for 55 - Klimazoll und Mindeststeuern im Bereich Energie

Der Aus­stoß von kli­ma­schädli­chem CO2 soll bis 2030 um 55 % ge­genüber 1990 re­du­ziert wer­den, dar­auf hat sich die EU-Kom­mis­sion im Rah­men des „Green Deal“ ge­ei­nigt. Das Maßnah­men­pa­ket zur Rea­li­sie­rung die­ses Ziels heißt „Fit for 55“ und enthält di­verse Neue­run­gen für Ver­brau­cher und Un­ter­neh­men u. a. in den Be­rei­chen Ein­fuhr und En­er­gie­steu­ern.

Novellierung der Energiesteuerrichtlinie

„Fit for 55“ enthält u. a. einen Vor­schlag zur No­vel­lie­rung der EU-En­er­gie­steu­er­richt­li­nie, um mit der Um­stel­lung der Be­steue­rung von En­er­gie­er­zeug­nis­sen einen Wan­del zu einem um­welt­freund­li­che­ren Kon­sum zu fördern. Die er­neu­erte Richt­line soll gemäß dem Vor­schlag der EU-Kom­mis­sion zum 01.01.2023 in Kraft tre­ten. Die wich­tigs­ten Um­stel­lun­gen hier­bei sind u. a.:

  • Be­steue­run­gen von Kraft­stof­fen nach En­er­gie­ge­halt und „Car­bon Foot­print“
  • Ein­stu­fung der En­er­gie­er­zeug­nisse und elek­tri­schem Strom nach Um­welt­schädlich­keit und ent­spre­chend hohe Min­dest­steu­ersätze
  • Auf­he­bung von Steu­er­be­frei­un­gen, die eine Be­steue­rung un­ter­halb der Min­dest­steu­ersätze zu­las­sen
  • Ein­schränkun­gen der Steu­er­be­frei­un­gen für den Luft- und See­ver­kehr in­ner­halb der EU

CO2-Grenzausgleichssystem - Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)

Um ei­ner mögli­chen Ver­la­ge­rung der CO2-Emis­sio­nen aus der EU vor­zu­beu­gen („Car­bon Le­akage“), plant die EU-Kom­mis­sion zu­dem die Einführung ei­nes Re­gu­lie­rungs­me­cha­nis­mus für die Ein­fuhr von Wa­ren aus Drittländern. Zunächst soll der Me­cha­nis­mus auf Wa­ren an­ge­wen­det wer­den, de­ren Pro­duk­tion mit ho­hen CO2-Emis­sio­nen ver­bun­den ist (Ze­ment, Stahl/Ei­sen, Alu­mi­nium, Dünge­mit­tel und Strom). EU-Im­por­teure von Wa­ren, die un­ter CBAM fal­len, sol­len für die Ein­fuhr Zer­ti­fi­kate er­wer­ben und jähr­lich die mit der Pro­duk­tion der ein­geführ­ten Wa­ren ver­bun­de­nen Emis­sio­nen mel­den. Ab der avi­sier­ten Einführung 2023 plant die EU-Kom­mis­sion zunächst einen Überg­angs­zeit­raum bis Ende 2025 ohne Aus­gleichs­zah­lun­gen, ab 2026 soll das Sys­tem voll­umfäng­lich an­ge­wen­det wer­den.

Hinweis

Die ge­plan­ten Neue­run­gen dürf­ten für die ge­samte eu­ropäische In­dus­trie und den Han­del mit En­er­gie­er­zeug­nis­sen bzw. un­ter CBAM fal­lende Wa­ren - ne­ben den Preis­stei­ge­run­gen - einen ho­hen ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­wand auslösen und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Um­stel­lun­gen er­for­der­lich ma­chen. Sys­teme, Pro­zesse und Ar­beits­abläufe wären an die neuen Ge­ge­ben­hei­ten an­zu­pas­sen. Die Ge­set­zes­vor­schläge des Maßnah­men­pa­kets wer­den zwi­schen den 27 Mit­glied­staa­ten und im EU-Par­la­ment dis­ku­tiert. Dass es Ände­run­gen ge­ben wird ist ge­wiss, in wel­chem Um­fang bleibt ab­zu­war­ten.        
 

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