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FG Düsseldorf zum häuslichem Arbeitszimmer: Kosten trotz Poolarbeitsplatz abzugsfähig

Urteil des FG Düsseldorf vom 23.04.2013 - Az. 10 K 822/12 E

Ar­beit­neh­mer können die Auf­wen­dun­gen für ein häus­li­ches Ar­beits­zim­mer auch dann steu­er­lich gel­tend ma­chen, wenn ih­nen beim Ar­beit­ge­ber kein fes­ter, son­dern ein Poolar­beits­platz zur Verfügung steht.

In dem vom Fi­nanz­ge­richt Düssel­dorf (FG Düssel­dorf) ent­schie­de­nen Fall (Ur­teil vom 23.04.2013, Az. 10 K 822/12 E) verfügte der Ar­beit­neh­mer, der auch im Außendienst tätig war, im Gebäude sei­nes Ar­beit­ge­bers über kei­nen fes­ten Ar­beits­platz. Viel­mehr nutzte er an den Ta­gen sei­ner An­we­sen­heit einen der vom Ar­beit­ge­ber ohne feste Zu­ord­nung vor­ge­hal­te­nen Pool-Ar­beitsplätze. An­hand ei­ner Be­schei­ni­gung sei­nes Ar­beit­ge­bers wies er nach, dass am Be­triebs­sitz im Schnitt für acht Ar­beit­neh­mer nur drei Ar­beitsplätze be­reit ge­hal­ten wer­den. Das Fi­nanz­amt lehnte die Berück­sich­ti­gung der Kos­ten für das häus­li­che Ar­beits­zim­mer mit der Begründung ab, dem Ar­beit­neh­mer werde von sei­nem Ar­beit­ge­ber ein Ar­beits­platz zur Verfügung ge­stellt.

Das Fi­nanz­ge­richt Düssel­dorf hat dem Ar­beit­neh­mer Recht ge­ge­ben und dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­sem kein an­de­rer Ar­beits­platz zur Verfügung ge­stan­den habe. Da­her könn­ten die Auf­wen­dun­gen für das Ar­beits­zim­mer steu­er­lich berück­sich­tigt wer­den. Zwar han­dele es sich bei dem Pool-Ar­beits­platz um einen an­de­ren Ar­beits­platz. Die­ser habe dem Ar­beit­neh­mer je­doch nicht für sämt­li­che be­ruf­li­chen Zwecke zur Verfügung ge­stan­den. Denn der Ar­beit­neh­mer habe auf­grund der Un­ter­de­ckung an Ar­beitsplätzen nicht je­der­zeit auf einen freien Ar­beits­platz zu­grei­fen können. Wenn alle Ar­beitsplätze auf­grund der An­we­sen­heit an­de­rer Mit­ar­bei­ter be­setzt seien, müsse er seine Tätig­keit zwin­gend im häus­li­chen Ar­beits­zim­mer ver­rich­ten.

Quelle: Pres­se­mit­tei­lung des FG Düssel­dorf vom 04.06.2013

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