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FG Düsseldorf entscheidet über steuerliche Behandlung von „Expatriates“

Urteil des FG Düsseldorf vom 14.01.2013 - 11 K 3180/11 E
Mit Urteil vom 14.01.2013 hat das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf (FG Düs­sel­dorf) über Ein­zel­fra­gen der steu­er­li­chen Behand­lung von län­ger­fris­tig in das Aus­land ent­sand­ten Arbeit­neh­mern („Expa­tria­tes“) ent­schie­den.

Ein in einem inlän­di­schen Kon­zern beschäf­tig­ter Arbeit­neh­mer war zunächst für drei Jahre, spä­ter für ins­ge­s­amt sechs Jahre im Aus­land für eine dort ansäs­sige Toch­ter­ge­sell­schaft tätig. Sein Gehalt bezog er von der aus­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaft und zum Teil auch unter Anrech­nung des aus­län­di­schen Gehalts von der inlän­di­schen Mut­ter­ge­sell­schaft. Der Arbeit­neh­mer zog mit­s­amt sei­ner Fami­lie für den Ent­sen­dungs­zei­traum ins Aus­land, behielt im Inland aber die bis­he­rige Woh­nung bei. Es kam mit dem Finanz­amt zum Streit dar­über, ob und in wel­chem Umfang der Arbeit­neh­mer die Miet­auf­wen­dun­gen für die aus­län­di­sche Woh­nung und die Auf­wen­dun­gen für die arbeits­täg­li­chen Fahr­ten zwi­schen der Woh­nung und der Tätig­keits­stätte im Aus­land steu­er­lich abset­zen kann.

Das Finanz­ge­richt hielt die Miet­auf­wen­dun­gen im Aus­land für steu­er­lich nicht berück­sich­ti­gungs­fähig. Da der Arbeit­neh­mer mit­s­amt der Fami­lie ins Aus­land ver­zo­gen sei, liege weder eine Aus­wärt­stä­tig­keit noch eine dop­pelte Haus­halts­füh­rung vor. Der Lebens­mit­tel­punkt des Arbeit­neh­mers habe am Beschäf­ti­gung­s­ort gele­gen. Aus die­sem Grund könn­ten auch die im Aus­land durch­ge­führ­ten Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stätte nur nach den Grund­sät­zen der soge­nann­ten Ent­fer­nungs­pau­schale mit 0,30 € je Ent­fer­nungs­ki­lo­me­ter steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den. Die Anwen­dung der Dien­st­rei­se­pau­schale von 0,30 € je gefah­re­nen Kilo­me­ter sei nicht mög­lich.

Quelle: Pres­se­mit­tei­lung des FG Düs­sel­dorf vom 13.02.2013

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