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Steuerberatung

Einheitswertfeststellung und Festsetzung des Grundsteuermessbetrags

Die Fi­nanz­ver­wal­tung zieht die ver­fah­rens­recht­li­chen Kon­se­quen­zen aus dem Ur­teil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, wo­nach die Be­mes­sungs­grund­lage der Grund­steuer zwar ver­fas­sungs­wid­rig ist, aber längs­tens bis 2024 noch an­ge­wen­det wer­den darf.

Die obers­ten Fi­nanz­behörden der Länder wei­sen mit All­ge­mein­verfügung vom 18.1.2019 die Fi­nanz­ver­wal­tung an, alle anhängi­gen und zulässi­gen Ein­sprüche ge­gen die Fest­stel­lung des Ein­heits­werts für inländi­schen Grund­be­sitz oder ge­gen die Fest­set­zung des Grund­steu­er­mess­be­trags zurück­zu­wei­sen. Dies gilt für Ein­sprüche, so­weit da­mit gel­tend ge­macht wird, dass die Ein­heits­be­wer­tung des Grund­vermögens ge­gen das Grund­ge­setz verstößt.

Hin­ter­grund die­ser All­ge­mein­verfügung ist das Ur­teil des BVerfG vom 10.4.2018 (Az. 1 BvL 11/14 u. w., BGBl. I 2018, S. 531), in dem das Ge­richt ent­schied, dass die Ein­heits­be­wer­tung von Grundstücken ver­fas­sungs­wid­rig ist. Dem Ge­setz­ge­ber wird eine Frist bis 31.12.2019 ein­geräumt, eine ver­fas­sungs­kon­forme Neu­re­ge­lung zu fin­den. Die bis­he­ri­gen Re­ge­lun­gen dürfen je­doch nach der Verkündung ei­ner Neu­re­ge­lung für wei­tere fünf Jahre, längs­tens bis 31.12.2024 wei­ter an­ge­wen­det wer­den. Die obers­ten Fi­nanz­behörden se­hen so­mit keine Ver­an­las­sung, über Ein­sprüche, die mit Ver­weis auf die Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Ein­heits­be­wer­tung in der Ver­gan­gen­heit ein­ge­legt wur­den, wei­ter zu ent­schei­den.

Hinweis

Der­zeit lie­gen Re­form­vor­schläge zur Neu­re­ge­lung der Grundstücks­be­wer­tung vor, die je­doch kon­tro­vers dis­ku­tiert wer­den (s. dazu "Ge­mein­den ma­chen Druck mit Re­form der Grund­steuer").

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