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Nexia Ebner Stolz

Digitales Transfer Pricing Management: Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung

Die Gewinnverteilung und damit die Steuerlast innerhalb einer Unternehmensgruppe kann mit Verrechnungspreisen aktiv gestaltet werden. Die Hürden für die steuerliche Anerkennung der Verrechnungspreise sind aus diesem Grund in den letzten Jahren weltweit deutlich höher geworden. Auch die aktuellen Änderungen der Verrechnungspreisdokumentationsvorschriften sind insoweit Ausfluss dieser Entwicklung.

Anknüp­fend an das BEPS-Pro­jekt der OECD/G20-Staa­ten (Base Ero­sion and Pro­fit Shif­ting) hat der deut­sche Gesetz­ge­ber die Min­dest­stan­dards bei der Ver­rech­nung­s­p­reis­do­ku­men­ta­tion erhöht. So sind Gesell­schaf­ten, die im vor­an­ge­gan­ge­nen Wirt­schafts­jahr einen Umsatz von min­des­tens 100 Mio. Euro erzielt haben, ab 2017 verpf­lich­tet, eine gesell­schafts­über­g­rei­fende Stamm­do­ku­men­ta­tion zu ers­tel­len (sog. Mas­ter File). Deren Inhalt besteht ins­be­son­dere aus einer Abbil­dung der Struk­tur der Unter­neh­mens­gruppe ins­ge­s­amt und einer Offen­le­gung der Ver­rech­nung­s­p­reis­po­li­tik. Dabei liegt ein beson­de­rer Fokus auf der Dar­stel­lung von imma­te­ri­el­len Wer­ten, die für die Wert­sc­höp­fung der Gruppe wesent­lich sind.

Verrechnungspreise© Thinkstock

Wie bis­her müs­sen dane­ben sämt­li­che Unter­neh­men, unab­hän­gig von ihrem erziel­ten Umsatz, in einer loka­len Doku­men­ta­tion (sog. Local File), die Ange­mes­sen­heit ihrer Ver­rech­nung­s­p­reise für Geschäfts­be­zie­hun­gen mit ver­bun­de­nen Unter­neh­men nach­wei­sen.

Neu ist hin­ge­gen die Verpf­lich­tung zur Erstel­lung eines län­der­be­zo­ge­nen Berichts (sog. Coun­try-by-Coun­try Report) durch die Kon­zernober­ge­sell­schaft, vor­aus­ge­setzt die kon­so­li­dier­ten Umsatz­er­löse der Unter­neh­mens­gruppe betra­gen min­des­tens 750 Mio. Euro. Gegen­stand die­ses Berichts ist ins­be­son­dere eine nach Steu­er­ho­heits­ge­bie­ten geg­lie­derte Über­sicht ver­schie­de­ner Kenn­zah­len (bspw. Anzahl Mit­ar­bei­ter, Umsatz­er­löse, Gewinne oder gezahlte Steu­ern). Diese Kenn­zah­len sol­len den Steu­er­be­hör­den eine Ein­schät­zung ermög­li­chen, wo eine inten­si­vere Prü­fung not­wen­dig ist.

Dar­über hin­aus kommt es künf­tig zu einer ver­stärk­ten län­der­über­g­rei­fen­den Zusam­men­ar­beit der Finanz­be­hör­den, denn das Ziel des BEPS-Pro­jekts der OECD besteht u. a. darin, die Tran­s­pa­renz in der Besteue­rung inter­na­tio­nal agie­ren­der Unter­neh­mens­grup­pen zu erhöhen. Hier­für haben sich die Bun­des­re­pu­b­lik Deut­sch­land sowie zahl­rei­che andere Staa­ten verpf­lich­tet, ver­stärkt Infor­ma­tio­nen, die für die Besteue­rung rele­vant sind, aus­zu­tau­schen. Dazu gehö­ren auch der auto­ma­ti­sierte Aus­tausch der Coun­try-by-Coun­try Reports sowie die zuneh­mende Zusam­men­ar­beit im Rah­men von grenz­über­sch­rei­ten­den Betriebs­prü­fun­gen (Joint Audits).

Vor dem Hin­ter­grund die­ser Ent­wick­lun­gen wird eine kon­sis­tente und zwi­schen den ein­zel­nen Län­dern abge­stimmte Ver­rech­nung­s­p­reis­do­ku­men­ta­tion immer wich­ti­ger. Erschwe­rend kommt hinzu, dass die in den ein­zel­nen Län­dern vor­ge­schrie­be­nen Fris­ten zur Offen­le­gung von ver­rech­nung­s­p­reis­be­zo­ge­nen Infor­ma­tio­nen regel­mä­ßig von­ein­an­der abwei­chen. Die teil­weise deut­lich kür­ze­ren Fris­ten im Aus­land füh­ren des­halb zu der Not­wen­dig­keit, für sämt­li­che Gesell­schaf­ten einer Unter­neh­mens­gruppe einen fort­lau­fen­den Doku­men­ta­ti­on­s­pro­zess zu imp­le­men­tie­ren, um Unstim­mig­kei­ten in der Dar­stel­lung grup­pen­in­ter­ner Geschäfts­be­zie­hun­gen zu ver­mei­den. Keine ein­fa­che Auf­gabe in Anbe­tracht von häu­fig hete­ro­ge­nen Unter­neh­mens- und Zustän­dig­keits­struk­tu­ren!

Des­halb bedarf es einer engen und fort­lau­fen­den Abstim­mung der ein­zel­nen Unter­neh­mens­teile unte­r­ein­an­der, um diese zeit­lich und inhalt­lich anspruchs­vol­len Anfor­de­run­gen erfül­len zu kön­nen. Eine zen­trale Koor­di­nie­rung ist dabei uner­läss­lich.

Um unter­neh­mens­weit einen qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen und effi­zi­en­ten Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fungs- und Doku­men­ta­ti­on­s­pro­zess sicher­zu­s­tel­len, bie­tet sich eine welt­weit ein­setz­bare Soft­wa­re­lö­sung an. Dem trägt Ebner Stolz durch ein digi­ta­les Trans­fer Pri­cing Mana­ge­ment Tool Rech­nung. Neben der Erstel­lung und zen­tra­len Ablage sämt­li­cher welt­weit für lokale Zwe­cke benö­t­ig­ter Doku­men­ta­tio­nen ist es dabei mit dem Tool mög­lich, auch den Erstel­lung­s­pro­zess und die jewei­li­gen Zustän­dig­kei­ten abzu­bil­den und zu über­wa­chen.

Der Ein­satz des digi­ta­len Trans­fer Pri­cing Mana­ge­ment Tools erfor­dert keine zeit- und kos­ten­in­ten­sive Imp­le­men­tie­rung in die IT-Sys­tem­land­schaft der Unter­neh­men. Viel­mehr wird es durch Ebner Stolz in Deut­sch­land nach dem Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz gehos­tet. Der Zugriff auf das Tool ist dann über eine web­ba­sierte Ober­fläche für die berech­tig­ten Per­so­nen von übe­rall auf der Welt aus mög­lich. Hinzu kommt, dass es fle­xi­bel auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse des jewei­li­gen Unter­neh­mens kon­fi­gu­rier­bar ist. Wei­ter­ge­hende Infor­ma­tio­nen zu dem Trans­fer Pri­cing Mana­ge­ment Tool von Ebner Stolz fin­den Sie hier.

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