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Steuerberatung

Corona-Krise: Erleichterungen bei der Lohnsteuer

Zwar gewährt die Finanzverwaltung bei der Lohnsteuer keine Stundungen. Jedoch kommt unter bestimmten Voraussetzungen eine Verlängerung der Frist zur Übermittlung der Lohnsteuer-Anmeldung in Betracht.

Das BMF hat im Ein­ver­­­neh­­men mit den Ober­s­­ten Finan­z­be­­hör­­den der Län­­der am 19.3.2020 u. a. Vor­­­ga­­ben zur Stun­­dung von Steu­ern zur Unter­­stüt­zung von Unter­­neh­­men in der Corona-Krise ver­­öf­f­en­t­­licht. Für Abzugs­­­steu­ern, wie die Lohn­­steuer und die Kapi­ta­l­er­­tra­g­­steuer, ist eine Steu­er­s­tun­­dung jedoch prin­zi­pi­ell nicht vor­­­ge­­se­hen. Ggf. lässt sich hier aber ein Vol­l­st­­re­­ckungs­­auf­­schub errei­chen.

Aller­dings wird Arbeit­ge­bern auf Antrag eine Ver­län­ge­rung zur Abgabe der monat­li­chen oder vier­tel­jähr­li­chen Lohn­steuer-Anmel­dung von bis zu zwei Mona­ten gewährt, soweit sie selbst oder der mit der Erstel­lung Beauf­tragte nach­weis­lich unver­schul­det an der frist­ge­rech­ten Über­mitt­lung gehin­dert sind. Eine sol­che Mög­lich­keit der Frist­ver­län­ge­rung räumt das BMF mit Sch­rei­ben vom 23.4.2020 ein.

Eine Frist­ver­län­ge­rung kommt dem­nach nur dann in Betracht, wenn eine frist­ge­rechte Über­mitt­lung der monat­li­chen oder vier­tel­jähr­li­che Lohn­steuer-Anmel­dung unver­schul­det nicht mög­lich ist. Ist eine frist­ge­rechte Über­mitt­lung mög­lich oder eine unver­schul­dete Ver­hin­de­rung nicht nach­weis­bar, kommt eine Frist­ver­län­ge­rung mit dem Hin­weis auf feh­lende liquide Mit­tel nicht in Betracht.

Hin­weis: Laut BMF darf eine Frist­ver­län­ge­rung von maxi­mal zwei Mona­ten gewährt wer­den. Das jewei­lige Finanz­amt kann somit auch einen kür­ze­ren Zei­traum vor­se­hen.


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