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Corona-Krise: Feststellung bzw. Billigung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses

Die dynamische Entwicklung wegen der Corona-Krise kann dazu führen, dass Jahresabschluss und Lagebericht bei Feststellung des Jahresabschlusses überholt sind.

Die Corona-Krise wird in vie­len Fäl­len zu einer Dar­stel­lung der Aus­wir­kun­gen im Anhang in der soge­nann­ten Nach­trags­be­rich­t­er­stat­tung und im Lage­be­richt im Wesent­li­chen in der Prog­nose- und Risi­kobe­rich­t­er­stat­tung füh­ren. Durch die sehr dyna­mi­sche Ent­wick­lung kann es dazu kom­men, dass die im geprüf­ten Jah­res­ab­schluss bzw. Lage­be­richt dar­ge­s­tell­ten Sach­ver­halte zum Zeit­punkt der Fest­stel­lung des Jah­res­ab­schlus­ses bereits über­holt sind.

Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass das fest­s­tel­lende Organ (z. B. der Auf­sichts­rat oder die Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung) ein Recht und in vie­len Fäl­len auch die Pflicht zur Kor­rek­tur des Jah­res­ab­schlus­ses (und des Lage­be­rich­tes) hat, sofern die Anga­ben nicht mehr zur aktu­el­len Situa­tion des Unter­neh­mens zum Zeit­punkt der Fest­stel­lung pas­sen.

Das fest­s­tel­lende Organ wird daher in die­sen Fäl­len die Geschäfts­lei­tung um ent­sp­re­chende Ände­rung bit­ten. Bei geprüf­ten Abschlüs­sen löst dies die Pflicht zu einer Nach­trags­prü­fung aus, der Abschluss­prü­fer ist daher in den Ände­rung­s­pro­zess ein­zu­be­zie­hen.

Hin­weis

Um die dar­aus resul­tie­ren­den Pro­b­leme zu ver­mei­den, sollte in der aktu­el­len Situa­tion beson­ders dar­auf geach­tet wer­den, die Zei­träume zwi­schen Auf­stel­lung­s­ende, Abschluss der Jah­res­ab­schluss­prü­fung, Aus­lie­fe­rung des Prü­fungs­be­rich­tes und Fest­stel­lung bzw. Bil­li­gung mög­lichst kurz zu gestal­ten um die Wahr­schein­lich­keit für neue, im Jah­res­ab­schluss und Lage­be­richt nicht berück­sich­tigte Sach­ver­halte zu mini­mie­ren.

Für den Kon­zern­ab­schluss gilt dies ent­sp­re­chend.

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