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Corona-Krise: Erleichterungen beim Spendenabzug

Das BMF schafft Erleichterungen für öffentliche Einrichtungen, gemeinnützige Vereine, Unternehmen und Arbeitnehmer, die sich für die Eindämmung der Ausbreitung der Corona-Pandemie einsetzen.

Mit Sch­rei­ben vom 9.4.2020 trifft das BMF eine Reihe von Ver­wal­tungs­re­ge­lun­gen, die für Unter­stüt­zungs­maß­nah­men für den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt, für die Ein­däm­mung der Aus­b­rei­tung der Corona-Pan­de­mie und für Hil­fen für beson­ders Gefähr­dete zwi­schen dem 1.3.2020 und dem 31.12.2020 gel­ten.

Für Spen­den, die auf ein zur Corona-Hilfe ein­ge­rich­te­tes Son­der­konto einer juris­ti­schen Per­son des öff­ent­li­chen Rechts, einer öff­ent­li­chen Dienst­s­telle oder eines Wohl­fahrts­ver­bands geleis­tet wer­den, gilt betrag­s­un­ab­hän­gig der ver­ein­fachte Zuwen­dungs­nach­weis. Als Spen­den­nach­weis genügt damit z. B. der Kon­to­aus­zug, auf den der Abgang der Spende ver­zeich­net ist.

Orga­ni­sie­ren gemein­nüt­zige Kör­per­schaf­ten, wie z. B. Sport- oder Musik­ve­r­eine, Spen­den­ak­tio­nen zur Hilfe für von der Corona-Krise Betrof­fene oder set­zen sie vor­han­dene Mit­tel dafür ein, ohne ihre Sat­zung ent­sp­re­chend zu ändern, ist das grund­sätz­lich unschäd­lich für ihre Steu­er­be­güns­ti­gung. Vor­aus­set­zung ist, dass die Mit­tel für Corona-Hilfs­maß­nah­men im Bereich der gemein­nüt­zi­gen oder mild­tä­ti­gen Zwe­cke ver­wen­det oder an eine steu­er­be­güns­tigte Kör­per­schaft zur Hilfe in der Corona-Krise wei­ter­ge­lei­tet wer­den. Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen außer­halb der Ver­wir­k­li­chung gemein­nüt­zi­ger oder mild­tä­ti­ger Zwe­cke, z. B. an von der Corona-Krise betrof­fene Unter­neh­men oder Kom­mu­nen, sind aller­dings nicht begüns­tigt.

Unter­neh­men, die im Rah­men des Spon­so­rings einen Bei­trag zu Hil­fe­maß­nah­men in der Corona-Krise leis­ten und dar­auf öff­ent­lich­keits­wirk­sam hin­wei­sen, dür­fen die Auf­wen­dun­gen für die Corona-Hilfe als Betriebs­aus­ga­ben abzie­hen. Der Betriebs­aus­ga­ben­ab­zug wird auch zuge­las­sen für ange­mes­sene Zuwen­dun­gen an von der Corona-Krise betrof­fene Geschäft­s­part­ner, die zur Auf­rech­t­er­hal­tung der Geschäfts­be­zie­hung die­nen sol­len. Ent­sp­re­chen­des gilt zudem für Sach- und Leis­tungs­zu­wen­dun­gen an Unter­neh­men und Ein­rich­tun­gen, die mit der Bewäl­ti­gung der Pan­de­mie beson­ders befasst sind, wie z. B. Kran­ken­häu­ser.

Für Arbeit­neh­mer gibt es die Mög­lich­keit, auf einen Teil ihres Arbeits­lohns zuguns­ten einer spen­den­emp­fangs­be­rech­tig­ten Ein­rich­tung zu ver­zich­ten. Diese Lohn­teile stel­len kei­nen steu­erpf­lich­ti­gen Arbeits­lohn dar. Ein Spen­den­ab­zug schei­det ent­sp­re­chend aus. Das glei­che gilt für Auf­sichts­räte, die vor Fäl­lig­keit oder Aus­zah­lung auf Teile ihrer Ver­gü­tun­gen ver­zich­ten. Für das Unter­neh­men bleibt es aller­dings bei der hälf­ti­gen Nicht­ab­zieh­bar­keit der Auf­sichts­rats­ver­gü­tun­gen nach § 10 Nr. 4 KStG.

Hin­weis

Ist eine Zuwen­dung als Schen­kung ein­zu­ord­nen, ist ggf. die Steu­er­be­f­rei­ung des § 13 Abs. 1 Nr. 16 ErbStG ein­schlä­gig, wonach Zuwen­dun­gen an gemein­nüt­zige Kör­per­schaf­ten schen­kung­steu­er­f­rei sind, wenn sie aus­sch­ließ­lich zu kirch­li­chen, gemein­nüt­zi­gen oder mild­tä­ti­gen Zwe­cken ver­wen­det wer­den.

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