de en
Nexia Ebner Stolz

Rechtsberatung

Corona-Krise: Abgabe an die Künstlersozialkasse

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen prüfen derzeit, wie sie Zahlungsverpflichtungen aufschieben können, um nicht in Liquiditätsschwierigkeiten zu geraten. Wie sieht es da mit der Abgabe an die Künstlersozialkasse aus?

Zur Zah­lung einer Abgabe an die Künst­ler­so­zial­kasse verpf­lich­tet sind Unter­neh­men, die typi­scher­weise künst­le­ri­sche oder pub­li­zis­ti­sche Werke oder Leis­tun­gen ver­wer­ten. Hier­un­ter zäh­len grund­sätz­lich Unter­neh­men, die durch beson­dere Bran­chen­kennt­nisse, spe­zi­el­les Know-how oder aber auch durch ihre Orga­ni­sa­tion den Absatz von Leis­tun­gen von Künst­ler oder Pub­li­zis­ten för­dern oder ermög­li­chen.

Zur Abgabe verpf­lich­tete Unter­neh­men haben zur Berech­nung der Künst­ler­so­zial­ab­gabe jähr­lich eine Mel­dung über abga­bepf­lich­tige Ent­gelt­zah­lun­gen an die Künst­ler­so­zial­kasse zu rich­ten. Laut Inter­net­seite der Künst­ler­so­zial­kasse wird für die Mel­dung für 2019 eine Ver­län­ge­rung der gesetz­li­chen Abga­bepf­licht bis 30.6.2020 gewährt, wenn sich durch betrieb­li­che Umstände Ver­zö­ge­run­gen erge­ben. Dazu ist ein form­lo­ser schrift­li­cher Antrag mit kur­zer Begrün­dung an die Künst­ler­so­zial­kasse zu rich­ten. 

Zudem besteht die Mög­lich­keit, Stun­dung oder Raten­zah­lung zu bean­tra­gen, wenn sich das Unter­neh­men infolge der Corona-Krise in aku­ten und schwer­wie­gen­den Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten befin­det. Eine zins­lose Stun­dung kann dem­nach zunächst bis 30.6.2020 erfol­gen. Auch kommt eine Her­ab­set­zung der monat­li­chen Vor­aus­zah­lun­gen für das Jahr 2020 in Betracht.

nach oben