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Corona-Krise: Ausweitung der KfW-Finanzierungshilfen

Um Unternehmen vor existenzbedrohenden Zuständen infolge der Corona-Krise zu bewahren, wurde eine Ausweitung der KfW-Finanzierungshilfen ausgeweitet. Diese stehen nun mehr Unternehmen in größerem Umfang zur Verfügung.

Laut dem am 13.3.2020 von der Bun­des­re­gie­rung besch­los­se­nen Maß­nah­men­pa­ket wer­den die beste­hen­den Pro­gramme für Liqui­di­täts­hil­fen der KfW aus­ge­wei­tet und für mehr Unter­neh­men ver­füg­bar gemacht. Dabei setzt die KfW-Corona-Hilfe größ­t­en­teils auf beste­hende KfW-Pro­gramme auf. Durch Modi­fi­zie­run­gen der Pro­gramme wer­den die Zugangs­be­din­gun­gen und Kon­di­tio­nen für betrof­fene Unter­neh­men ver­bes­sert. Die KfW stellt hierzu wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung.

Hin­weis

Unter­neh­men, Selbst­stän­dige und Frei­be­ruf­ler, die eine Finan­zie­rung aus die­sen För­der­pro­gram­men nut­zen möch­ten, müs­sen sich an ihre Haus­bank bzw. ihren Finan­zie­rung­s­part­ner wen­den. Der Antrag auf Liqui­di­täts­hilfe ist an die Haus­bank bzw. den Finan­zie­rung­s­part­ner zu stel­len, der dort geprüft und kurz­fris­tig an die KfW wei­ter­ge­lei­tet wird. Dabei ist zu beach­ten, dass die Kre­di­t­ent­schei­dung letzt­lich bei der jewei­li­gen Haus­bank bzw. dem Finan­zie­rung­s­part­ner ver­b­leibt.

Die För­der­pro­gramme sehen insb. Haf­tungs­f­rei­stel­lun­gen vor, die die KfW gewährt und die eine Risi­ko­tei­lung zwi­schen der KfW und der Haus­bank zur Folge haben. Eine sol­che Haf­tungs­f­rei­stel­lung erhöht regel­mä­ßig die Chan­cen für eine Kre­dit­zu­sage durch die Haus­bank. Anträge an die KfW kön­nen seit dem 23.3.2020 ges­tellt wer­den.

Bestands­un­ter­neh­men, die län­ger als fünf Jahre am Markt sind

KfW-Unter­neh­mer­k­re­dit

  • Nach der bis­he­ri­gen Rege­lung wird der För­der­k­re­dit in Höhe von bis zu 25 Mio. Euro für Inves­ti­ti­ons-, Betriebs­mit­tel- und Lager- wie Lea­sing­fi­nan­zie­rung, Erwerb von Ver­mö­gens­wer­ten aus ande­ren Unter­neh­men, auch Über­nah­men und tätige Betei­li­gun­gen gewährt. Eine Haf­tungs­f­rei­stel­lung ist bis zu 5 Mio. Euro mög­lich.
  • Im Rah­men der KfW-Corona-Hilfe ist eine Risi­ko­über­nahme (Haf­tungs­f­rei­stel­lung) für die durch­lei­ten­den Finan­zie­rung­s­part­ner (in der Regel die Haus­ban­ken) bis zu 80 % für Betriebs­mit­tel­k­re­dite bis 200 Mio. Euro Kre­dit­vo­lu­men mög­lich. Bei klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men (bis zu 250 Mit­ar­bei­ter und bis zu 50 Mio. Euro Umsatz) beträgt die Risi­ko­über­nahme sogar 90 %.  Eine sol­che höhere Risi­ko­über­nahme kann die Bereit­schaft der Finan­zie­rung­s­part­ner für eine Kre­dit­ver­gabe erleich­tern.
  • Die Rege­lung wird auch für Groß­un­ter­neh­men mit einem Jah­re­s­um­satz von bis zu 2 Mrd. Euro (bis­her 500 Mio. Euro) geöff­net.

KfW-Kre­dit für Wachs­tum

  • Diese bis­lang als Kon­sor­tial­k­re­dit nur für Inves­ti­tio­nen und Betriebs­mit­tel in den Berei­chen Inno­va­tion und Digi­ta­li­sie­rung gewähr­ten Kre­dite wer­den tem­porär auf all­ge­meine Unter­neh­mens­fi­nan­zie­rung inkl. Betriebs­mit­tel erwei­tert.
  • Die bis­lang beste­hende Jah­re­s­um­satz­g­renze von 2 Mrd. Euro für antrags­be­rech­tigte Unter­neh­men wird auf 5 Mrd. Euro ange­ho­ben.
  • Die antei­lige Risi­ko­über­nahme wird auf bis zu 70 % ange­ho­ben. Mit­tel­stän­di­sche und grö­ßere Unter­neh­men sol­len so leich­ter Zugang zu indi­vi­du­ell struk­tu­rier­ten, pass­ge­nauen Kon­sor­tial­fi­nan­zie­run­gen fin­den.

Junge Unter­neh­men, die weni­ger als fünf Jahre am Markt sind

ERP-Grün­der­k­re­dit – Uni­ver­sell

  • Wei­ter­hin wer­den durch den ERP-Grün­der­k­re­dit Inves­ti­tio­nen im In- und Aus­land für Exis­tenz­grün­der, Unter­neh­mens­nach­fol­ger, Frei­be­ruf­ler sowie unter beson­de­ren Bedin­gun­gen Inves­ti­tio­nen im Aus­land bis zu fünf Jahre nach der Grün­dung finan­ziert.
  • Der maxi­male Kre­dit­be­trag wird von bis­lang 25 Mio. Euro auf 200 Mio. Euro ange­ho­ben.
  • Die Absi­che­rung des Risi­kos der durch­lei­ten­den Finan­zie­rung­s­part­ner (in der Regel die Haus­ban­ken) wird auf bis zu 80 % erhöht, um so die Kre­dit­ver­gabe zu erleich­tern. Für kleine und mitt­lere Unter­neh­men (bis zu 250 Mit­ar­bei­ter und bis zu 50 Mio. Euro Umsatz) kann die Risi­ko­über­nahme sogar bis zu 90 % betra­gen.
  • Die För­de­rung wird für Groß­un­ter­neh­men geöff­net, indem die bis­he­rige Jah­re­s­um­satz­g­renze von 500 Mio. Euro auf 2 Mrd. Euro ange­ho­ben wird.

KfW-Son­der­pro­gramm - Kon­sor­tial­fi­nan­zie­rung

Kon­sor­tial­fi­nan­zie­run­gen für Inves­ti­tio­nen und Betriebs­mit­teln von mit­tel­stän­di­schen und gro­ßen Unter­neh­men wer­den von der KfW durch eine Risi­ko­über­nahme von bis zu 80 %, jedoch maxi­mal 50 % der Risi­ken der Gesamt­ver­schul­dung, unter­stützt.

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