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Brexit: Vereinfachtes Import-Verfahren in UK

Die britische Zollverwaltung stellt sich auf den etwaigen Fall eines sog. harten Brexits ein und informiert Unternehmen im Vereinigten Königreich über die Möglichkeit der Nutzung eines vereinfachten Import-Verfahrens.

Im Falle eines har­ten Bre­x­its, also eines Aus­schei­dens des Ver­ei­nig­ten Kön­ig­reichs (UK) aus der Euro­päi­schen Union (EU) ohne Ver­ein­ba­rung eines Aus­tritts­ab­kom­mens, sind ab dem Tag des Aus­schei­dens zwi­schen der EU und UK Grenz­kon­trol­len und Zoll­for­ma­li­tä­ten zu erfül­len. Im Zuge des­sen hat die bri­ti­sche Zoll­ver­wal­tung dar­über infor­miert, dass für in UK ansäs­sige Unter­neh­men die Mög­lich­keit besteht, sich für ein ver­ein­fach­tes Ver­fah­ren für die Ein­fuhr von EU-Waren (tran­si­tio­nal sim­p­li­fied pro­ce­du­res - TSP) zu regi­s­trie­ren. Diese Rege­lung soll für ein Jahr ab Ein­tritt des Bre­x­its ohne Aus­tritts­ab­kom­men gel­ten. 

Das TSP ähnelt der ver­ein­fach­ten Zol­lan­mel­dung nach dem Uni­ons­zoll­ko­dex (UZK). Mit dem Ver­fah­ren ist es mög­lich, eine (ver­ein­fachte) Zol­lan­mel­dung abzu­ge­ben, in der nicht alle Infor­ma­tio­nen ent­hal­ten sind. Die feh­len­den Daten sind zu einem spä­te­ren Zeit­punkt mit einer Ergän­zung­s­er­klär­ung nach­zu­lie­fern. In Kom­bi­na­tion mit einem Auf­schub­konto soll es wei­ter­hin mög­lich sein, die Zah­lung der Ein­fuhr­zölle auf den 15. des Fol­ge­mo­nats zu ver­schie­ben, unter der Vor­aus­set­zung, dass eine Sicher­heit für etwaige Abga­ben geleis­tet wird.

Das Ver­fah­ren rich­tet sich grund­sätz­lich an UK-Unter­neh­men, die bis­her nur Han­del mit EU-Staa­ten unter­hiel­ten, also noch keine oder wenig Zol­ler­fah­rung haben. Die bri­ti­sche Zoll­ver­wal­tung möchte die­sen Unter­neh­men die Mög­lich­keit ein­räu­men, rechts­kon­forme Import­pro­zesse zu imp­le­men­tie­ren. Für EU-Unter­neh­men ohne UK-Ansäs­sig­keit, wird diese Ver­ein­fa­chung nicht gel­ten.

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