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Steuerberatung

Konsequenzen eines „No-Deal-Brexits“ für den Warenverkehr ab 13.4.2019

Die Zollverwaltung stellt sich auf die Folgen eines ungeregelten Brexits mit Ablauf des 12.4.2019 ein und informiert darüber, wie der Warenverkehr zollrechtlich ab 13.4.2019 abgewickelt werden würde.

Am 29.3.2019 soll das bri­ti­sche Unter­haus ein wei­te­res Mal über das Bre­xit-Abkom­men mit der EU abstim­men. Wenn der Bre­xit-Deal erneut nicht ange­nom­men wird und das Ver­ei­nigte Kön­ig­reich (UK) keine wei­tere Frist­ver­län­ge­rung bean­tragt, droht bereits am 13.4.2019 ein Aus­tritt ohne Abkom­men. In die­sem Fall wer­den ab 13.4.2019, 00:00 Uhr (MEZ) für den Waren­ver­kehr zwi­schen UK und EU die all­ge­mei­nen zoll­recht­li­chen Bestim­mun­gen für Dritt­län­der gel­ten.

Die ATLAS-Mel­dung der Zoll­ver­wal­tung infor­miert über die zukünf­ti­gen Ände­run­gen für den Waren­ver­kehr zwi­schen dem UK und der Euro­päi­schen Union (EU) im Falle eines unge­re­gel­ten Bre­x­its ohne Über­gangs­frist. Anbei ist zusam­men­ge­fasst, wor­auf sich Unter­neh­men ein­s­tel­len und vor­be­rei­ten müs­sen:

Ein „No-Deal-Bre­x­it“ hätte für Unter­neh­men zum einen die Folge, dass alle EORI-Num­mern, die in UK erteilt wur­den, ab dem 13.4.2019 ihre Gül­tig­keit ver­lie­ren. Eine neue EORI-Num­mer kön­nen bri­ti­sche Wirt­schafts­teil­neh­mer bereits im Vor­feld in einem Mit­g­lied­staat ihrer Wahl bean­tra­gen. Auch wer­den sämt­li­che Bewil­li­gun­gen bri­ti­scher Wirt­schafts­be­tei­lig­ter mit dem EU-Aus­tritt ungül­tig.

Zum ande­ren würde die Ein­fuhr von Waren aus dem Ver­ei­nig­ten Kön­ig­reich teu­rer und mit mehr Aus­wand ver­bun­den sein. Denn bei der Ein­fuhr von Waren aus UK sowie den bri­ti­schen Kana­l­in­seln und den bri­ti­schen Über­see­ge­bie­ten wür­den beim Über­las­sen in den zoll­recht­lich freien Ver­kehr die Dritt­lands­zoll­sätze gel­ten. Zudem müs­sen Unter­neh­men bei jeder Ein- oder Aus­fuhr gemäß TARIC/EZT prü­fen, ob die Ware bestimm­ten Anmelde- und/oder Vor­la­gepf­lich­ten für Doku­mente nach dem Außen­wirt­schafts­recht, Mark­t­ord­nungs­recht sowie den Ver­bo­ten und Beschrän­kun­gen unter­liegt. 

Sch­ließ­lich kün­digt die Zoll­ver­wal­tung an, dass im Falle eines unge­re­gel­ten Bre­x­its, am 13.4.2019 ab 00:00 Uhr (MEZ) die Nut­zung des IT-Ver­fah­rens ATLAS für vor­aus­sicht­lich 9 Stun­den auf­grund von War­tungs­ar­bei­ten nur sehr ein­ge­schränkt mög­lich sein wird. Unter­neh­men soll­ten sich dem­ent­sp­re­chend dar­auf vor­be­rei­ten.

Hin­weis

Mehr zum aktu­el­len Stand der Bre­xit-Ver­hand­lun­gen lesen Sie hier.

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