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BMF zur Dienstleistungskommission; Anwendung des § 25 UStG beim Auftreten des Reiseunternehmers im eigenen Namen für fremde Rechnung

Schreiben des BMF vom 03.04.2012 - IV D 2 - S 7100/07/10027

BFH-Ur­teil vom 7. Ok­to­ber 1999, V R 79, 80/98, BStBl 2004 II S. 308; BFH-Ur­teil vom 2. März 2006, V R 25/03, BStBl II S. 788

Ein Un­ter­neh­mer (Rei­se­un­ter­neh­mer) er­bringt nach § 25 Abs. 1 Satz 1 UStG Rei­se­leis­tun­gen, wenn diese nicht für das Un­ter­neh­men des Leis­tungs­empfängers be­stimmt sind, so­weit der Rei­se­un­ter­neh­mer da­bei ge­genüber dem Leis­tungs­empfänger im ei­ge­nen Na­men auf­tritt und Rei­se­vor­leis­tun­gen in An­spruch nimmt.
Das gilt auch in den Fällen, in de­nen der Rei­se­un­ter­neh­mer die Leis­tun­gen im ei­ge­nen Na­men für fremde Rech­nung er­bringt (§ 3 Abs. 11 UStG). Diese Auf­fas­sung ent­spricht ge­fes­tig­ter BFH-Recht­spre­chung (vgl. BFH-Ur­teil vom 2. März 2006, V R 25/03, BStBl II S. 788). Die Tat­sa­che, dass Leis­tun­gen Drit­ter an den Rei­se­un­ter­neh­mer le­dig­lich fin­giert wer­den, steht ih­rer Ein­ord­nung als Rei­se­vor­leis­tun­gen nach § 25 Abs. 1 Satz 5 UStG nicht ent­ge­gen, so­weit sie dem Rei­sen­den un­mit­tel­bar zu­gute kom­men. Für die Be­ur­tei­lung, ob eine Leis­tung dem Rei­sen­den un­mit­tel­bar zu­gute kommt, sind nach den Ausführun­gen des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Fi­nan­zen (BMF)die zi­vil­recht­li­chen Leis­tungs­be­zie­hun­gen aus­zu­blen­den, viel­mehr kommt es auf die tatsäch­li­che Leis­tungs­er­brin­gung an.
Des­wei­te­ren be­fasst sich das Schrei­ben des BMF mit den ent­spre­chen­den Ände­run­gen des Um­satz­steuer-An­wen­dungs­er­las­ses.

Das Schrei­ben des BMF fin­den Sie hier.

16.04.2012 nach oben

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