de en
Nexia Ebner Stolz

Aktuelles

BMF zum betrieblichen Schuldzinsenabzug nach § 4 Absatz 4a EStG; Bilanzierungskonkurrenz und Finanzierung von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens

Schreiben des BMF vom 18.02.2013 - IV C 6 - S 2144/07/10001
Mit Urteil vom 22. Sep­tem­ber 2011 (BStBl 2012 II S. 10) hat der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) ent­schie­den, dass die geän­derte betriebs­ver­mö­gens­mä­ß­ige Zuord­nung eines Wirt­schafts­guts wäh­rend des Beste­hens einer mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betriebs­auf­spal­tung weder eine Ent­nahme beim abge­ben­den Betrieb noch eine Ein­lage beim auf­neh­men­den Betrieb i. S. d. § 4 Abs. 4a EStG dar­s­tellt, wenn der Vor­gang zum Buch­wert statt­ge­fun­den hat.
Mit Urteil vom 23. Februar 2012 hat der BFH zudem  ent­schie­den, dass § 4 Absatz 4a Satz 5 EStG auch dann anzu­wen­den sei, wenn die Anschaf­fung oder Her­stel­lung der Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens durch die Belas­tung eines Kon­to­kor­rent­kon­tos finan­ziert wird.
Das Sch­rei­ben des BMF vom 18.02.2013  re­gelt nun eine ent­sp­re­chende Ände­rung des BMF-Sch­rei­bens vom 17. Novem­ber 2005 (BStBl I S. 1019) unter Berück­sich­ti­gung der Ände­run­gen durch das BMF-Sch­rei­ben vom 7. Mai 2008 (BStBl I S. 588) sowie der Ver­ein­fa­chungs­re­ge­lung durch das BMF-Sch­rei­ben vom 4. Novem­ber 2008 (BStBl I S. 957).
Das Sch­rei­ben des BMF im Voll­text fin­den Sie hier.
27.02.2013 nach oben

Das könnte Sie auch interessieren

Steu­er­recht­li­che Aus­wir­kun­gen des "Spin-offs" von Hew­lett-Pac­kard

Aktio­näre der Hew­lett-Pac­kard Com­pany (HPC) haben durch die Aus­gabe der Aktien der Hew­lett-Pac­kard Enter­prise Com­pany (HPE) keine steu­erpf­lich­ti­gen Ein­künfte erzielt. Der von der Hew­lett-Pac­kard Incor­po­ra­ted (HPI) durch­ge­führte "Spin-off" ist eine Abspal­tung i.S.d. ein­kom­men­steu­er­recht­li­chen Son­der­vor­schrif­ten für Kapi­tal­maß­nah­men. Die Abspal­tung löst im Zeit­punkt der Zutei­lung der Aktien keine Besteue­rung aus.  ...lesen Sie mehr


Schuld­zin­sen­ab­zug nach § 4 Abs. 4a EStG

Schuld­zin­sen auf Über­ent­nah­men kön­nen nicht als Betriebs­aus­ga­ben berück­sich­tigt wer­den. Der BFH ver­t­rat hier hin­sicht­lich der Berück­sich­ti­gung von Ver­lus­ten eine ein­schrän­k­ende Rechts­auf­fas­sung, der nun auch die Finanz­ver­wal­tung folgt.  ...lesen Sie mehr


Gewer­be­steu­er­li­che Hin­zu­rech­nung von Finan­zie­rung­s­an­tei­len nicht ver­fas­sungs­wid­rig

Durch die Hin­zu­rech­nung eines fik­ti­ven Finan­zie­rung­s­an­teils in Miet- und Pacht­zin­sen sowie Lizenz­ge­büh­ren wer­den zahl­rei­che Unter­neh­men zusätz­lich mit Gewer­be­steuer belas­tet. Dies ist aus ver­fas­sungs­recht­li­cher Sicht jedoch nicht zu bean­stan­den, so der BFH.  ...lesen Sie mehr


Beg­ren­zung des Schuld­zin­sen­ab­zugs­ver­bots auf den Ent­nah­men­über­schuss

Durch die aktu­elle Recht­sp­re­chung des BFH wird sicher­ge­s­tellt, dass Ver­luste nicht zu Über­ent­nah­men bzw. zu höhe­ren Über­ent­nah­men i. S. v. § 4 Abs. 4a EStG und damit zu nicht abzieh­ba­ren Schuld­zin­sen füh­ren.  ...lesen Sie mehr


Beim Abzugs­ver­bot für Schuld­zin­sen ist die Bemes­sungs­grund­lage auf den Ent­nah­men­über­schuss zu beg­ren­zen

Für die Berech­nung der Über­ent­nahme nach § 4 Abs. 4a S. 2 EStG ist zunächst vom ein­kom­men­steu­er­recht­li­chen Gewinn aus­zu­ge­hen; die­ser Begriff umfasst auch Ver­luste. Beim Abzugs­ver­bot für betrieb­lich ver­an­lasste Schuld­zin­sen ist die Bemes­sungs­grund­lage im Wege teleo­lo­gi­scher Reduk­tion -ent­ge­gen der Ver­wal­tungs­pra­xis - auf den perio­den­über­g­rei­fen­den Ent­nah­men­über­schuss zu beg­ren­zen.  ...lesen Sie mehr