de en
Nexia Ebner Stolz

Aktuelles

BFH zur Kfz-Steuer: Verwendung einer Zugmaschine für Biogasanlage nicht steuerbefreit

Urteil des BFH vom 6. März 2013 - II R 55/11

Eine Zug­ma­schine, die in einem aus­schließlich der En­er­gie­er­zeu­gung in ei­ner Bio­gas­an­lage die­nen­den Be­trieb ein­ge­setzt wird, ist nicht von der Kfz-Steuer be­freit. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) mit Ur­teil vom 6. März 2013 II R 55/11 ent­schie­den.

Der Kläger er­zeugte in sei­ner Bio­gas­an­lage Strom, der ent­gelt­lich in das öff­ent­li­che Strom­netz ein­ge­speist wurde. Die dazu er­for­der­li­che Bio­masse baute er un­ter Ein­satz der Zug­ma­schine auf ei­ner Fläche von 64 ha an und ver­wer­tete seine ge­samte Ernte zur Strom­er­zeu­gung.

Nach § 3 Nr. 7 Buchst. a des Kraft­fahr­zeug­steu­er­ge­set­zes ist das Hal­ten von Zug­ma­schi­nen von der Kraft­fahr­zeug­steuer be­freit, so­lange diese Fahr­zeuge aus­schließlich "in land- oder forst­wirt­schaft­li­chen Be­trie­ben“ ver­wen­det wer­den. Für die Zug­ma­schine des Klägers hat der BFH eine sol­che Ver­wen­dung ver­neint. Bei der Bio­gas­an­lage ei­nes Land- oder Forst­wirts, der na­hezu seine ge­samte Ernte zur En­er­gie­er­zeu­gung ein­setzt und die er­zeugte En­er­gie ent­gelt­lich an Dritte ab­gibt, han­delt es sich viel­mehr um einen ein­heit­li­chen Ge­wer­be­trieb. Eine Tren­nung die­ses ein­heit­li­chen Be­triebs in die Ver­ar­bei­tungs­stu­fen der land­wirt­schaft­li­chen Ur­pro­duk­tion ei­ner­seits und der ge­werb­li­chen Strom­pro­duk­tion an­de­rer­seits ist nicht möglich.

Quelle: Pres­se­mit­tei­lung des BFH Nr. 29/2013 vom 22.05.2013

Das Ur­teil des BFH im Voll­text fin­den Sie hier.

nach oben