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BFH: Werbende“ ausländische Motorsport-Rennteams sind steuerpflichtig

Urteil des BFH vom 06.06.12 - I R 3/11

Ab­zug­steu­er­pflicht bei Wer­be­leis­tun­gen ei­nes ausländi­schen Mo­tor­sport-Renn­teams - Be­griff der "(ausgeübten) sport­li­chen Dar­bie­tung" - Ein­heit von sport­li­cher Dar­bie­tung und Wer­be­leis­tung - Sach­li­che Zu­ord­nung ei­nes Teils der Vergütung zum In­land

Mo­tor­sport-Renn­teams er­brin­gen bei den Ren­nen ge­mein­hin Wer­be­leis­tun­gen durch das Ab­bil­den von Fir­men­lo­gos auf den Hel­men und Rennanzügen der Fah­rer und auf den Renn­fahr­zeu­gen. Der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat dazu durch Ur­teil vom 6. Juni 2012 I R 3/11 ent­schie­den, dass sol­che Wer­be­leis­tun­gen im In­land der be­schränk­ten Steu­er­pflicht un­ter­fal­len, wenn sie im Rah­men inländi­scher Mo­tor­sport­ver­an­stal­tun­gen durch ein ausländi­sches Renn­team er­bracht wer­den: Die sport­li­che Dar­bie­tung des Renn­teams und die Wer­be­leis­tun­gen bil­den dann eine Ein­heit, die die Steu­er­pflicht auslöst. Der inländi­sche Ver­an­stal­ter ist des­we­gen als sog. Vergütungs­schuld­ner ver­pflich­tet, die an­fal­lende Steuer bei Aus­zah­lung des Ho­no­rars ein­zu­be­hal­ten und an das Fi­nanz­amt ab­zuführen.

Kon­kret be­traf das ein deut­sches Un­ter­neh­men, das mit einem ausländi­schen Mo­tor­sport-Renn­team Verträge über die Wer­be­zu­sam­men­ar­beit ge­schlos­sen hatte. Das Renn­team nahm mit zwei Fah­rern an ei­ner in­ter­na­tio­na­len Sport­wa­gen-Renn­se­rie teil. Es warb auf den Fahr­zeu­gen und auf den Hel­men und Over­alls der Fah­rer für das deut­sche Un­ter­neh­men. Die­ses wie­derum durfte den Na­men des Renn­teams nut­zen.

Quelle: Pres­se­mit­tei­lung des BFH Nr. 72/2012 vom 24.10.2012

Das Ur­teil des BGH im Voll­text fin­den Sie hier

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