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BFH: Wegfall der Klagebefugnis einer Personengesellschaft nach Vollbeendigung

Urteil des BFH vom 11.4.2013, IV R 20/10

Dem Ur­teil sind fol­gende Leitsätze zu ent­neh­men:

  1. Die Be­fug­nis der Per­so­nen­ge­sell­schaft, in Pro­zess­stand­schaft für ihre Ge­sell­schaf­ter Rechts­be­helfe ge­gen Ge­winn­fest­stel­lungs­be­scheide ein­zu­le­gen, er­lischt mit de­ren Voll­be­en­di­gung.
  2. Die Kla­ge­be­fug­nis geht nicht auf den Rechts­nach­fol­ger der voll­be­en­de­ten Per­so­nen­ge­sell­schaft über, viel­mehr lebt die bis da­hin über­la­gerte Kla­ge­be­fug­nis der ein­zel­nen Ge­sell­schaf­ter auf.
  3. Eine Klage der voll­be­en­de­ten Per­so­nen­ge­sell­schaft kann nicht in eine sol­che der ehe­ma­li­gen Ge­sell­schaf­ter um­ge­deu­tet wer­den, wenn die Pro­zess­voll­macht nicht von Letz­te­ren aus­ge­stellt wor­den ist.
  4. Die Klage ei­ner be­reits im Zeit­punkt der Zu­stel­lung der Ein­spruchs­ent­schei­dung voll­be­en­de­ten Per­so­nen­ge­sell­schaft ist un­zulässig, wenn mit der Klage nicht nur die er­satz­lose Auf­he­bung der Ein­spruchs­ent­schei­dung be­gehrt wird.

Hin­weis: Die Grundsätze des Ur­teils gel­ten bei je­der Voll­be­en­di­gung der Per­so­nen­ge­sell­schaft, also auch bei der Be­en­di­gung durch Li­qui­da­tion.

Den vollständi­gen Text des Ur­teils fin­den Sie hier.

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