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BFH: Prostituierte erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Beschluss des BFH vom 20.02.2013 - GrS 1/12

Der Große Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) hat durch Beschluss vom 20. Februar 2013 GrS 1/12 ent­schie­den, dass selbst­stän­dig tätige Prosti­tu­ierte Ein­künfte aus Gewer­be­be­trieb erzie­len.

Er hat damit seine frühere Auf­fas­sung auf­ge­ge­ben (Beschluss vom 23. Juni 1964 GrS 1/64 S, BFHE 80, 73, BStBl III 1964, 500), nach der Prosti­tu­ierte aus „gewerbs­mä­ß­i­ger Unzucht“ keine gewerb­li­chen, son­dern sons­tige Ein­künfte i.S. des § 22 Nr. 3 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes erwirt­schaf­te­ten. Der BFH folgte mit sei­ner nun­mehr getrof­fe­nen Ent­schei­dung der in der Ver­wal­tung und der Lite­ra­tur all­ge­mein ver­t­re­te­nen Auf­fas­sung, nach der Prosti­tu­ierte mit ihrer Tätig­keit einen Gewer­be­be­trieb unter­hal­ten.

Quelle: Pres­se­mit­tei­lung des BFH Nr. 24/2013 vom 08.05.2013

Den Beschluss des BFH im Voll­text fin­den Sie hier.

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