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Bei Betriebsveranstaltungen maßgebliche Arbeitnehmeranzahl

Betriebsveranstaltungen führen nicht zu lohnsteuerpflichtigen Zuwendungen, soweit der auf den einzelnen Arbeitnehmer entfallende Betrag 110 Euro nicht übersteigt. Doch welche Anzahl von Arbeitnehmern ist maßgeblich?

Für die Ermitt­lung des Umfangs der lohn­steu­erpf­lich­ti­gen Zuwen­dun­gen, die Arbeit­neh­mer im Rah­men einer Betriebs­ver­an­stal­tung erhal­ten, kommt es laut Urteil des FG Köln vom 27.6.2018 (Az. 3 K 870/17 ) nicht auf die Zahl der tat­säch­lich an der Ver­an­stal­tung teil­neh­men­den Per­so­nen, son­dern auf die Zahl der tat­säch­lich ange­mel­de­ten Teil­neh­mer an.

Nach­träg­li­che Absa­gen oder das Nich­t­er­schei­nen ein­zel­ner Arbeit­neh­mer kön­nen - so das FG - nicht zu Las­ten der teil­neh­men­den Arbeit­neh­mer gehen. Dem­ent­sp­re­chend seien tat­säch­lich teil­neh­mende Arbeit­neh­mer nicht durch die auf die nicht teil­neh­men­den Arbeit­neh­mer ent­fal­len­den Kos­ten berei­chert. Damit wider­spricht das FG Köln der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung (BMF-Sch­rei­ben vom 14.10.2015, BStBl. I 2015, S. 832).

Hin­weis:

Gegen das Urteil wurde Revi­sion ein­ge­legt, die unter dem Az. VI R 31/18 beim BFH anhän­gig ist.



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