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Betriebliches Importfahrzeug: Bewertung des privaten Nutzungsanteils

Wird ein Importfahrzeug des Betriebsvermögens auch für private Zwecke genutzt und kommt bei der Bewertung der Privatnutzung die 1%-Regelung zur Anwendung, ist der inländische Bruttolistenpreis zu schätzen, wenn weder ein inländischer Bruttolistenpreis vorhanden ist noch eine Vergleichbarkeit mit einem bau- oder typengleichen inländischen Fahrzeug besteht. Dies entschied der BFH mit Urteil vom 9.11.2017 (Az. III R 20/16, DStR 2018, S. 512).

Nach Auf­fas­sung des Gerichts ist der inlän­di­sche Brut­to­lis­ten­preis jeden­falls dann nicht zu hoch geschätzt, wenn sich die Schät­zung an den typi­schen Brut­to­ab­ga­be­p­rei­sen ori­en­tiert, die Import­fahr­zeug­händ­ler, die das Fahr­zeug selbst impor­tie­ren, von ihren End­kun­den ver­lan­gen.

Hin­weis

Im Streit­fall erwarb der Steu­erpf­lich­tige einen Ford Mus­tang Shelby GT 500 Coupé von einem inlän­di­schen Händ­ler zu einem Brut­to­preis von 78.900 Euro. Der Händ­ler hatte das Fahr­zeug zu einem Preis von 75.999 Euro impor­tiert. Bei der Anwen­dung der 1%-Rege­lung wollte der Steu­erpf­lich­tige den US-ame­ri­ka­ni­schen Brut­to­lis­ten­preis von umge­rech­net ca. 54.000 Euro zugrunde legen.

Der BFH bil­ligte im Streit­fall die Zugrun­de­le­gung des Wer­tes von 75.999 Euro durch das vor­in­stanz­li­che Finanz­ge­richt. Es könne nicht der aus­län­di­sche ans­telle des inlän­di­schen Lis­ten­p­rei­ses ange­setzt wer­den, weil der aus­län­di­sche Lis­ten­preis nicht die Preis­emp­feh­lung des Her­s­tel­lers wider­spie­gele, die für den End­ver­kauf des tat­säch­lich genutz­ten Fahr­zeug­mo­dells auf dem inlän­di­schen Neu­wa­gen­markt gelte.



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