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Bescheinigung für Händler auf Online-Plattformen

Um künftig nicht für ausstehende Umsatzsteuer zu haften, hat der Betreiber einer Online-Plattform Daten einer Bescheinigung der die Plattform nutzenden Unternehmer aufzuzeichnen. Dazu liegen nun Vordruckmuster vor.

Mit dem sog. JStG 2018 wur­den mit Wir­kung zum 1.1.2019 beson­dere Pflich­ten für Bet­rei­ber elek­tro­ni­scher Markt­plätze ein­ge­führt. Diese haben für Lie­fe­run­gen eines Unter­neh­mens, die auf dem bereit­ge­s­tell­ten Markt­platz recht­lich begrün­det wor­den sind und bei denen die Beför­de­rung oder Ver­sen­dung im Inland beginnt oder endet, bestimmte Auf­zeich­nun­gen zu füh­ren. Dazu gehört u. a. das Beginn- und End­da­tum der Gül­tig­keit der dem lie­fern­den Unter­neh­men vom zustän­di­gen Finanz­amt erteil­ten Beschei­ni­gung über des­sen umsatz­steu­er­li­che Erfas­sung (§ 22f Abs.1 Satz 2 UStG).

Das BMF ver­öf­f­ent­licht mit Sch­rei­ben vom 17.12.2018 Vor­druck­mus­ter für den Antrag auf Ertei­lung einer sol­chen Beschei­ni­gung sowie für die Beschei­ni­gung. Unter­neh­mer kön­nen einen Antrag auf Beschei­ni­gung schrift­lich per Post oder per E-Mail an das zustän­dige Finanz­amt sen­den.

Hin­weis

Erfüllt der Bet­rei­ber eines elek­tro­ni­schen Markt­plat­zes die Auf­zeich­nungspf­lich­ten nicht, kann er für die vom leis­ten­den Unter­neh­mer nicht abge­führte Umsatz­steuer nach § 25e UStG in Anspruch genom­men wer­den. Die Haf­tung greift im Falle eines außer­halb des EU-/EWR-Raums ansäs­si­gen Unter­neh­mers ab 1.3.2019, im Falle eines im Inland oder im EU-/EWR-Raum ansäs­si­gen Unter­neh­mer ab 1.10.2019.

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