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Beschaffung einer BahnCard durch den Arbeitgeber

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine BahnCard 100, mit der der Arbeitnehmer ohne zusätzliche Kosten 12 Monate lang unbegrenzt sowohl dienstliche als auch private Bahnfahrten durchführen kann, bzw. eine BahnCard 50, mit der der Arbeitnehmer innerhalb dieses Zeitraums ermäßigte Fahrausweise erwerben kann, ist zu klären, ob darin steuerpflichtiger Arbeitslohn zu sehen ist.

Laut Ver­fü­gung der OFD Frank­furt/Main vom 31.7.2017 (Az. S 2334 A - 80  - St 222, DB 2017, S. 2326) ist zu dif­fe­ren­zie­ren, ob die Hin­gabe der Bahn­Card im über­wie­gend eigen­be­trieb­li­chen Inter­esse liegt. Ergibt eine Prog­nose zum Zeit­punkt der Hin­gabe der Bahn­Card, dass die erspar­ten Kos­ten für Ein­zel­fahr­scheine, die im Rah­men der Aus­wärt­stä­tig­keit des Arbeit­neh­mers ohne Nut­zung der Bahn­Card anfal­len wür­den, die Kos­ten der Bahn­Card errei­chen oder über­s­tei­gen (prog­nos­ti­zierte Volla­mor­ti­sa­tion), liegt kein Arbeits­lohn vor. Sollte die prog­nos­ti­zierte Volla­mor­ti­sa­tion aus unvor­her­seh­ba­ren Grün­den nicht ein­t­re­ten, ist keine Nach­ver­steue­rung vor­zu­neh­men.

Wer­den die erspar­ten Fahrt­kos­ten vor­aus­sicht­lich nicht die Kos­ten der Bahn­Card errei­chen (Prog­nose einer Teila­mor­ti­sa­tion), liegt die Über­las­sung der Bahn­Card nicht im über­wie­gend eigen­be­trieb­li­chen Inter­esse des Arbeit­ge­bers. Die Über­las­sung der Bahn­Card stellt somit in die­sem Fall in vol­ler Höhe steu­erpf­lich­ti­gen Arbeits­lohn dar.

Hin­weis

Die wäh­rend der Gül­tig­keits­dauer der Bahn­Card durch deren Nut­zung für dienst­li­che Fahr­ten erspar­ten Fahr­kos­ten kön­nen ggf. monats­weise oder am Ende des Gül­tig­keits­zei­traums als Kor­rek­tur­be­trag den steu­erpf­lich­ti­gen Arbeits­lohn min­dern.



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