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Steuerberatung

Zoll: Auswirkung des Brexits auf Präferenzen schon ab 2020!

Bereits während der Übergangsfrist ist Großbritannien kein EU-Mitglied und damit auch kein Partner der Präferenzabkommen mehr.

Die EU hat über Jahr­zehnte mit den ver­schie­dens­ten Län­dern und Län­der­grup­pen Prä­fe­renz­ab­kom­men gesch­los­sen, die eine gegen­sei­tige Reduk­tion von Zöl­len für Ursprungs­wa­ren des jeweils ande­ren Staa­tes bein­hal­ten. Jüngste Bei­spiele sind die Abkom­men mit Sin­ga­pur und Japan.

Das Aus­tritts- und Über­gangs­ab­kom­men zwi­schen der EU und dem Ver­ei­nig­ten Kön­ig­reich dient der Ver­ein­ba­rung einer Über­gangs­frist und die befris­te­ten Fort­gel­tung der Wir­kun­gen der EU-Zoll­u­nion und des Bin­nen­mark­tes. Unter ande­rem soll die Ver­ein­ba­rung Zoll­kon­trol­len bei grenz­über­sch­rei­ten­dem Waren­ver­kehr ver­hin­dern.

Die Über­gangs­re­geln gel­ten jedoch nicht im Hin­blick auf die Prä­fe­renz­ab­kom­men, die die EU gesch­los­sen hat. Bereits wäh­rend der Über­gangs­frist ist Großbri­tan­nien nicht mehr Mit­g­lied der EU und damit auch kein Teil der Prä­fe­renz­ab­kom­men mehr.

Die EU hat alle Part­ner­staa­ten gebe­ten, Großbri­tan­nien für den Über­gangs­zei­traum wei­ter­hin aus prä­fe­renz­recht­li­cher Sicht als Mit­g­lied der EU zu betrach­ten. Es gibt jedoch noch keine Infor­ma­tio­nen dar­über, ob die­ser Bitte nach­ge­kom­men wird.

Auch hat die EU-Kom­mis­sion bis heute zum Thema Prä­fe­ren­zen noch keine wei­te­ren (Über­gangs-) Regeln ver­öf­f­ent­licht.

Für die Unter­neh­men bedeu­tet dies, dass im sch­limms­ten Fall ab dem 1.2.2020 Vor­pro­dukte aus Großbri­tan­nien als Dritt­lands­ware anzu­se­hen und damit „schäd­li­ch“ für die Prä­fe­renz­kal­ku­la­tion sind.

Die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen sind von allen Betrof­fe­nen jetzt beson­ders auf­merk­sam zu ver­fol­gen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier.

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