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Altverluste nur noch in 2013 mit Wertpapierveräußerungsgewinnen verrechenbar!

Bis 2008 galt: Gewinne und auch Ver­luste aus den Ver­käu­fen pri­vat gehal­te­ner Wert­pa­piere, ins­be­son­dere Aktien, sind nur dann steu­er­lich rele­vant, wenn zwi­schen dem Erwerb und dem Ver­kauf nicht mehr als ein Jahr ver­s­tri­chen ist. Seit 2009 ist dies anders: Gewinne aus Wert­pa­pier­ve­r­äu­ße­run­gen unter­lie­gen grund­sätz­lich der Abgel­tungs­be­steue­rung - unab­hän­gig von der Hal­te­dauer der Wert­pa­piere. Durch Ver­äu­ße­run­gen erlit­tene Ver­luste kön­nen gegen­ge­rech­net wer­den, wobei Akti­en­ver­luste nur gegen Akti­en­ge­winne ver­re­chen­bar sind. Auch vor 2009 ent­stan­dene und weil infolge der Ver­äu­ße­rung inn­er­halb der Jah­res­frist steu­er­lich rele­vante Ver­luste, sog. Alt­ver­luste, min­dern die der Abgel­tung­steuer grund­sätz­lich unter­lie­gen­den Ver­äu­ße­rungs­ge­winne. Doch diese Über­gangs­re­ge­lung ist mit einem Ver­falls­da­tum ver­se­hen, warnt Vol­ker Sch­midt, Rechts­an­walt und Steu­er­be­ra­ter bei Ebner Stolz Mön­ning Bachem in Stutt­gart. „Letzt­mals kann im Ver­an­la­gungs­zei­traum 2013 und damit in die­sem Jahr ein sol­cher Ver­lu­st­ab­zug von Wert­pa­pier­ve­r­äu­ße­rungs­ge­win­nen auf Basis der Über­gangs­re­ge­lung vor­ge­nom­men wer­den. Danach noch immer beste­hende Alt­ver­luste kön­nen steu­er­lich nur noch sehr ein­ge­schränkt ver­rech­net und damit genutzt wer­den. Kon­k­ret ist eine Ver­rech­nung ab 2014 nur noch mit („Spe­ku­la­ti­ons“-)Gewin­nen aus dem Ver­kauf ande­rer pri­va­ter Wirt­schafts­gü­ter wie z. B. Edel­me­talle, Kunst­ge­gen­stände oder Devi­sen inn­er­halb der Jah­res­frist oder aus dem Ver­kauf nicht selbst­ge­nutz­ter Immo­bi­lien inn­er­halb von 10 Jah­ren seit deren Anschaf­fung mög­lich.“

Besteht also noch ein Alt­ver­lust, der per Fest­stel­lungs­be­scheid zum 31.12.2012 vom Finanz­amt aus­ge­wie­sen wird, ist eine Ver­rech­nung von in 2013 gene­rier­ten Gewin­nen aus der Ver­äu­ße­rung von Wert­pa­pie­ren vor­teil­haft, da dann die ent­sp­re­chend mit Alt­ver­lus­ten ver­rech­ne­ten Gewinne steu­er­f­rei ver­ein­nahmt wer­den kön­nen. Etwas ande­res gilt nur, wenn bereits abseh­bar ist, dass etwa im Jahr 2014 ein pri­va­ter („Spe­ku­la­ti­ons“-)Gewinn erzielt wird und die Nor­mal­ver­steue­rung über dem Abgel­tungs­steu­er­satz lie­gen dürfte.

„Erreicht wer­den kann eine Ver­rech­nung von Gewin­nen aus der Ver­äu­ße­rung von Wert­pa­pie­ren mit Alt­ver­lus­ten durch ent­sp­re­chende Anga­ben in der Ein­kom­men­steue­r­er­klär­ung 2013. Die Gewinne, von denen das Kre­di­t­in­sti­tut regel­mä­ßig bereits Kapi­ta­l­er­trag­steuer ein­be­hal­ten hat, sind als Kapi­ta­l­ein­künfte aus­zu­wei­sen und die Steu­er­be­schei­ni­gung des Kre­di­t­in­sti­tuts der Erklär­ung bei­zu­fü­gen. Durch die Ver­rech­nung mit den Alt­ver­lus­ten wer­den die Kapi­ta­l­ein­künfte gemin­dert und die bereits entrich­tete Abgel­tung­steuer ent­sp­re­chend erstat­tet,“ erklärt Vol­ker Sch­midt das prak­ti­sche Vor­ge­hen.

Bleibt nur zu hof­fen, dass das Bör­sen­jahr 2013 ein gutes wird und den Anle­gern Gewinne zumin­dest in Höhe der Alt­ver­luste - und noch bes­ser dar­über hin­aus beschert.

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