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Änderungen der EEG-Umlage bei Eigenversorgung

Durch das EEG 2017 wur­den die Re­ge­lun­gen zum Ent­fall bzw. zur Ver­rin­ge­rung der EEG-Um­lage bei Ei­gen­ver­sor­gung geändert.

Mit Wir­kung zum 1.1.2017 wur­den mit dem EEG 2017 die Re­ge­lun­gen zur EEG-Um­lage bei Ei­gen­ver­sor­gung um­fas­send über­ar­bei­tet. Ziel der Bun­des­re­gie­rung war es, die Re­ge­lun­gen ei­ner­seits eu­ro­pa­rechts­kon­form aus­zu­ge­stal­ten und an­de­rer­seits an die von der Bun­des­netz­agen­tur in dem Leit­fa­den Ei­gen­ver­sor­gung (Stand Juli 2016) dar­ge­leg­ten Aus­le­gungs­vor­schläge an­zu­pas­sen. Die neuen Vor­schrif­ten zur EEG-Um­lage fin­den sich in den §§ 60 bis 61k und § 104 Abs. 4, 6 und 7 EEG 2017.

Begriff der Eigenversorgung

Ent­spre­chend der in § 3 Nr. 19 EEG 2017 ent­hal­te­nen De­fi­ni­tion ist je­der  „Ver­brauch von Strom, den eine natürli­che oder ju­ris­ti­sche Per­son im un­mit­tel­ba­ren räum­li­chen Zu­sam­men­hang mit der Strom­er­zeu­gungs­an­lage (§ 3 Nr. 43b EEG 2017) selbst ver­braucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durch­ge­lei­tet wird und diese Per­son die Strom­er­zeu­gungs­an­lage selbst be­treibt“, Ei­gen­ver­sor­gung.

In § 61 Abs. 1 EEG 2017 wird zunächst klar­ge­stellt, dass für einen Strom­ver­brauch im Zu­sam­men­hang mit der Ei­gen­ver­sor­gung die volle EEG-Um­lage anfällt (der­zeit 6,88 ct./kWh). Durch Son­der­vor­schrif­ten, auf die § 61 Abs. 2 EEG 2017 ver­weist, wird im An­schluss daran ge­re­gelt, dass bei An­wen­dung der §§ 61a oder 61k EEG 2017 die EEG-Um­lage vollständig ent­fal­len oder aber über §§ 61b bis 61f EEG 2017 auch nur teil­weise ent­fal­len kann.

Überblick zur EEG-Umlage bei Eigenversorgung

Überblick zur EEG-Umlage bei Eigenversorgung

Mitteilungspflichten

Ein Ent­fal­len oder eine Ver­rin­ge­rung der EEG-Um­lage nach den §§ 61b bis e EEG 2017 fällt je­doch nach § 61g EEG 2017 für die Ver­gan­gen­heit an­tei­lig oder vollständig weg, so­fern der Letzt­ver­brau­cher oder Ei­gen­ver­sor­ger sei­nen Mit­tei­lungs­pflich­ten nach § 74a Abs. 2 Sätze 2 bis 4 EEG 2017 nicht nach­kommt.

Dies be­trifft zum einen die Über­mitt­lung von sog. „Ba­sis­an­ga­ben“ gemäß § 74a Abs. 1 EEG 2017 an den Netz­be­trei­ber, was nur dann ob­so­let wird, so­fern die Tat­sa­chen dem zuständi­gen Netz­be­trei­ber oh­ne­hin be­reits be­kannt sind:

  • An­gabe, ob und ab wann eine Ei­gen­ver­sor­gung bzw. ein sons­ti­ger Ver­brauch von Strom, der nicht von einem Elek­tri­zitätsver­sor­gungs­un­ter­neh­men ge­lie­fert wird, vor­liegt,
  • An­gabe der in­stal­lier­ten Leis­tung der selbst be­trie­be­nen Strom­er­zeu­gungs­an­lage,
  • An­gabe, ob und auf wel­cher Grund­lage die EEG-Um­lage sich ver­rin­gert oder entfällt,
  • Ände­run­gen, die für die Be­ur­tei­lung, ob die Vor­aus­set­zun­gen ei­nes Ent­fal­lens oder ei­ner Ver­rin­ge­rung der EEG-Um­lage wei­ter­hin vor­lie­gen, re­le­vant sind oder sein können, so­wie den Zeit­punkt, zu dem die Ände­run­gen ein­ge­tre­ten sind.
Gemäß § 74a Abs. 2 EEG 2017 be­steht aber zusätz­lich eine Ver­pflich­tung zur Über­mitt­lung der für die End­ab­rech­nung der EEG-Um­lage er­for­der­li­chen An­ga­ben an den zuständi­gen Netz­be­trei­ber. Diese An­ga­ben sind in der Re­gel ab ei­ner Strom­menge von 2 GWh auch durch einen Wirt­schaftsprüfer zu prüfen.

Zu­dem er­ge­ben sich nach § 74a Abs. 3 EEG 2017 bei ei­ner Pflicht zur Zah­lung der vollen oder an­tei­li­gen EEG-Um­lage Mel­de­pflich­ten, de­nen über ein elek­tro­ni­sches Mel­de­por­tal auf der Home­page der Bun­des­netz­agen­tur nach­zu­kom­men ist.

Sämt­li­che Mel­dun­gen sind zwin­gend bis zum 28.2. bzw. 31.5. des Jah­res zu erfüllen, das auf das Ka­len­der­jahr folgt, in dem die mit­tei­lungs­pflich­ti­gen Sach­ver­halte ver­wirk­licht wur­den. Da­bei gilt der 31.5. le­dig­lich dann als Mel­de­ter­min, so­fern ein Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber für die Er­he­bung der EEG-Um­lage ver­ant­wort­lich ist.

Hinweis

Das EEG 2017 stellt er­heb­li­che An­for­de­run­gen an die Ei­gen­ver­sor­ger. Dies be­trifft ne­ben den Mit­tei­lungs­pflich­ten ins­be­son­dere auch die Fol­gen bei an­ste­hen­den Mo­der­ni­sie­run­gen an den An­la­gen.

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