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Wirtschaftsklima erstes Quartal 2017

Weiterhin ist die konjunkturelle Lage in Deutschland durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,8 % höher als im Vorjahr. In den beiden Vorjahren war ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung zu verzeichnen: 2015 um 1,7 % und 2014 um 1,6 %.

Wirtschaftsklima erstes Quartal 2017© Thinkstock
Und auch im ersten Quartal 2017 wurde ein Wachstum von 0,6 % erzielt (Quelle: Statistisches Bundesamt). Saisonal betrachtet ergibt sich ein nominal deutlicher Anstieg: So war das preis­bereinigte Brutto-Inlandsprodukt im ersten Quartal 2017 um 2,9 % höher als im ersten Quartal 2016. Korrigiert um den außergewöhn­lich starken Kalendereinfluss aufgrund der Lage der Feiertage ergibt sich ein Anstieg des Brutto-Inlandsprodukts um 1,7 %, was in etwa den kalenderbereinigten Wachstumsraten des Vorjahres entspricht (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, verkettet (saison- und kalenderbereinigte Werte nach Census-X-12-ARIMA) Veränderung gegenüber dem Vorquartal in Prozent:
BIP-Entwicklung 1. Quartal 2017

Positive Impulse im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorquartal kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Insbesondere die Investitionen zogen zum Jahresbeginn deutlich an: In Ausrüstungen wurde 1,2 % mehr investiert als im vierten Quartal 2016. Die Bauinvestitionen wurden begünstigt aufgrund der milden Witterung. Sie stiegen sogar um 2,3 %. Auch die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben um 0,3 %. Schließlich waren die staatlichen Konsumausgaben um 0,4 % höher als im Vorquartal.

Auch das Ausland hat stärker nachgefragt. So wurden insgesamt 1,3 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im vierten Quartal 2016 (preis-, saison- und kalenderbereinigt). Im selben Zeitraum erhöhten sich auch die Importe. Allerdings entwickelten sie sich im Vergleich zu den Exporten mit einer Steigerung von 0,4 % schwächer.


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