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Unternehmereigenschaft bei Umwandlung eines Personenunternehmens in eine GmbH

Zwar kann die Umwandlung eines Einzelunternehmens oder einer Personengesellschaft in eine GmbH ertragsteuerlich bis zu acht Monate vor der Anmeldung der Eintragung im Handelsregister zurückwirken. Umsatzsteuerlich besteht jedoch nicht die Möglichkeit der rückwirkenden Berücksichtigung der Umwandlung. Hier werden die Leistungen vielmehr bis zur Eintragung der GmbH in das Handelsregister durch das Personenunternehmen erbracht, da die GmbH rechtlich noch nicht existent ist. Hierauf weist die OFD Frankfurt/Main in ihrer Verfügung vom 17.12.2015 (Az. S 7104 A-52-St 110, DStR 2016, S. 539) hin.

Fol­g­lich seien der GmbH die Umsätze erst von dem Zeit­punkt an zuzu­rech­nen, zu dem diese ihre Tätig­keit auf­ge­nom­men hat. Ent­sp­re­chen­des gelte für den Vor­steu­er­ab­zug. Hat sich die GmbH bereits vor der Ein­tra­gung und damit vor dem zivil­recht­li­chen Ent­ste­hungs­zeit­punkt am all­ge­mei­nen wirt­schaft­li­chen Ver­kehr betei­ligt und gelangt die GmbH auch tat­säch­lich zur Ein­tra­gung, ist nicht auf den zivil­recht­li­chen Ent­ste­hungs­zeit­punkt, son­dern auf den Zeit­punkt abzu­s­tel­len, ab dem das Unter­neh­men fak­tisch nach außen als GmbH in Erschei­nung tritt.

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Hin­weis

Die form­wech­selnde Umwand­lung einer Per­so­nen­ge­sell­schaft beschränkt sich auf die Ände­rung der Rechts­form eines Rechts­trä­gers unter Wah­rung der recht­li­chen Iden­ti­tät. Bei einer Umwand­lung eines Ein­zel­un­ter­neh­mens in eine GmbH han­delt es sich laut der OFD hin­ge­gen um zwei Steu­er­sub­jekte, die beide unter­neh­me­risch tätig sind bzw. waren, so dass bei Umwand­lung eines Ein­zel­un­ter­neh­mens inn­er­halb eines Kalen­der­jah­res zwei Umsatz­steue­r­er­klär­un­gen abzu­ge­ben sind.

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