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Unentgeltliche Nutzung einer spanischen Ferienimmobilie

Spa­ni­sche Ferie­n­im­mo­bi­lien wer­den von in Deut­sch­land ansäs­si­gen Per­so­nen oft­mals über eine spa­ni­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft erwor­ben, weil dies aus Sicht des spa­ni­schen Steu­er­rechts und der Haf­tungs­be­schrän­kung vor­teil­haft ist. Haben die Anteils­eig­ner für die Immo­bi­li­en­nut­zung keine oder keine markt­üb­li­che Miete zu entrich­ten, stellt der Miet­ver­zicht laut Urteil des BFH vom 12.6.2013 (Az. I R 109-111/10) nach den Vor­ga­ben des deut­schen Steu­er­rechts eine ver­deckte Gewinn­aus­schüt­tung (vGA) der Kapi­tal­ge­sell­schaft an ihre Anteils­eig­ner dar. Im Urteils­fall hatte somit der inlän­di­sche Anteils­eig­ner auf eine vGA in Höhe der geschätz­ten Kos­ten­miete zuzüg­lich eines Gewinn­zu­schlags Ein­kom­men­steuer zu entrich­ten.

Hin­weis

Das Urteil sollte beim Kauf einer aus­län­di­schen Ferie­n­im­mo­bi­lie, insb. bei Objek­ten in Spa­nien, unbe­dingt beach­tet wer­den. Die Gefahr einer Nach­ver­steue­rung in Deut­sch­land ver­min­dert sich auch nach dem neuen deutsch-spa­ni­schen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men nur dann, wenn die Nut­zung in Spa­nien tat­säch­lich besteu­ert wird. In die­sem Fall wäre eine spa­ni­sche Steuer auf die deut­sche Ein­kom­men­steuer anzu­rech­nen.

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