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Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und bei Gebäudereinigungsleistungen

BMF-Schreiben vom 5. Februar 2014 - IV D 3 - S 7279/11/10002

Das BMF befasst sich mit den Auswirkungen des BFH-Urteils vom 22. August 2013, V R 37/10 zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen nach § 13b Abs. 5 Satz 2 i. V. m. Abs. 2 Nr. 4 UStG und bei Gebäudereinigungsleistungen nach § 13b Abs. 5 Satz 5 i. V. m. Abs. 2 Nr. 8 UStG

Die Umsatz­steu­er­schuld­ner­schaft bei Bau­leis­tun­gen geht laut Urteil des BFH vom 22.8.2013 (Az. V R 37/10) nur dann auf den Leis­tungs­emp­fän­ger über, wenn die­ser die erbrachte Bau­leis­tung wie­derum zur Erbrin­gung von Bau­leis­tun­gen ver­wen­det. Damit hatte der BFH die Anwen­dung des sog. Reverse-Charge-Ver­fah­rens bei Bau­leis­tun­gen ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung ein­ge­engt. Nach dem Urteil sind Bau­trä­ger und Pro­jekt­ent­wick­ler etc., die eige­nen Grund und Boden bebauen und umsatz­steu­er­f­rei oder bei Aus­übung der Option umsatz­steu­erpf­lich­tig ver­kau­fen, keine Bau­leis­ten­den. Zudem hatte der BFH in sei­nem Urteil aus­ge­führt, dass der Über­gang der Steu­er­schuld­ner­schaft nicht durch anders­lau­tende Anwei­sun­gen der Finanz­ver­wal­tung bewirkt wer­den kann.

Das Urteil wird im Bun­des­steu­er­blatt ver­öf­f­ent­licht. Zudem ent­hält das BMF-Sch­rei­ben eine Ände­rung des Umsatz­steuer-Anwen­dung­s­er­las­ses zur Umset­zung des Urteils.

Den Wort­laut des BMF-Sch­rei­bens fin­den Sie hier.

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