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Spendenbescheinigungen per E-Mail versenden

Bereits im Jahr 2016 wurden mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens Änderungen im Bereich der Zuwendungsbestätigungen eingeführt.

Die fort­sch­rei­tende Digi­ta­li­sie­rung hat das Bun­des­mi­nis­te­rium der Finan­zen (BMF) im Ein­ver­neh­men mit den obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der nun dazu ver­an­lasst, ergän­zend Erleich­te­run­gen bei der Über­sen­dung von Zuwen­dungs­be­stä­ti­gun­gen zuzu­las­sen (BMF-Sch­rei­ben vom 6.2.2017, DStR 2017, S. 330).

Spendenbescheinigungen per E-Mail versenden© Thinkstock

Wie geht es?
 
Gemein­nüt­zige Kör­per­schaf­ten kön­nen nun Zuwen­dungs­be­stä­ti­gun­gen nach amt­lich vor­ge­schrie­be­nem Mus­ter elek­tro­nisch in Form eines sch­reib­ge­schütz­ten Doku­ments (z. B. als ver­schlüs­selte pdf-Datei) an den Zuwen­den­den ver­sen­den.
 
Aller­dings kann diese Über­tra­gungs­form nur gewählt wer­den, wenn der Zuwen­dungs­emp­fän­ger zuläs­si­ger­weise ein Ver­fah­ren zur maschi­nel­len Erstel­lung von Zuwen­dungs­­­be­stä­ti­gun­gen ver­wen­det und dies dem Finanz­amt ange­zeigt hat (R 10.1 Abs. 4 EStR).
 
Keine E-Mails bei Sach- und Auf­wands­spen­den
 
Für Sach- und Auf­wands­spen­den kann des­halb die elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung nicht in Anspruch genom­men wer­den.
 
Ab wann ist der E-Mail-Ver­sand mög­lich?
 
Unklar ist noch, ob die Rege­lung bereits für in 2016 erhal­tene Spen­den gilt. In einer Pres­se­mit­tei­lung sch­reibt das BMF hierzu, dass dies für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gilt, „die im letz­ten Jahr gespen­det haben“. In der Lite­ra­tur wer­den hierzu aller­dings unter­schied­li­che Mei­nun­gen ver­t­re­ten. Wir emp­feh­len daher, diese Ver­ein­fa­chung erst­mals für Spen­den anzu­wen­den, die im Jahr 2017 ein­ge­hen.


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