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Prüfung der 10 %-Grenze zur schädlichen Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Die Zins­schranke kommt nicht zur An­wen­dung, wenn die Kon­zern­klau­sel nach § 4h Abs. 2 Satz 1 Buchst. b EStG greift oder der Ei­gen­ka­pi­tal­ver­gleich nach § 4h Abs. 2 Satz 1 Buchst. c EStG ge­lingt. In § 8a Abs. 2 und 3 KStG sind dazu je­doch Rück­aus­nah­me­re­ge­lun­gen vor­ge­se­hen, wenn eine schädli­che Ge­sell­schaf­ter-Fremd­fi­nan­zie­rung vor­liegt. Diese ist dann ge­ge­ben, wenn die Fremd­ka­pi­tal­vergütun­gen an einen zu mehr als 25 % be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ter, an eine die­sem nahe ste­hende Per­son oder an einen rück­griffs­be­rech­tig­ten Drit­ten mehr als 10 % der Zins­auf­wen­dun­gen be­tra­gen.

Laut Ur­teil des BFH vom 11.11.2015 (Az. I R 57/13) ist bei der Prüfung der schädli­chen Ge­sell­schaf­ter-Fremd­fi­nan­zie­rung je­der der qua­li­fi­ziert be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ter ge­trennt zu be­trach­ten. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Fi­nanz­ver­wal­tung (BMF-Schrei­ben vom 4.7.2008, BStBl. I 2008, S. 718, Rz. 82) wi­der­spricht der BFH da­mit ei­ner Ge­samt­schau der durch qua­li­fi­ziert be­tei­ligte Ge­sell­schaf­ter er­folg­ten Fremd­fi­nan­zie­rung.

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