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Kirchensteuerabzug ab 1.1.2015

Mit der Abgeltungsteuer ist ab 1.1.2015 zugleich die Kirchensteuer von Kapitalerträgen einzubehalten, sofern der Empfänger der Kapitalerträge eine natürliche Person und Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft ist. Zum Steuereinbehalt sind dabei nicht nur Banken sondern auch zahlreiche Unternehmen verpflichtet.

Die Verpf­lich­tung zum Kir­chen­steue­r­ein­be­halt besteht für alle, die auch zum Kapi­ta­l­er­trag­steue­r­ein­be­halt von Kapi­ta­l­er­trä­gen verpf­lich­tet sind (Steu­er­ab­zugs­verpf­lich­tete). Somit fal­len hier­un­ter neben Kapi­ta­l­er­träge aus­zah­lende inlän­di­schen Kre­di­t­in­sti­tu­ten u. a. auch

  • Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten, die Divi­den­den aus­zah­len,
  • sowohl Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten als auch Per­so­nen­un­ter­neh­men, an denen eine typisch stille Betei­li­gung besteht,
  • Schuld­ner von Erträ­gen aus inlän­di­schen Wan­del­an­lei­hen, Genuss­rech­ten oder par­tia­ri­schen Dar­le­hen.

Hin­weis

Wird der Kir­chen­steue­r­ein­be­halt ab 2015 unter­las­sen, haf­tet der Steu­er­ab­zugs­verpf­lich­tete für die nicht abge­führte Kir­chen­steuer.

Um den Kir­chen­steue­r­ein­be­halt vor­neh­men zu kön­nen, haben die Steu­er­ab­zugs­verpf­lich­te­ten jähr­lich im Zei­traum vom 1.9. bis 31.10. die Kir­chen­steu­er­ab­zugs­merk­male beim Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern (BZSt) elek­tro­nisch abzu­ru­fen, erst­mals vom 1.9.2014 bis 31.10.2014. Um an die­sem Daten­ab­ruf teil­neh­men zu kön­nen, ist ein­ma­lig eine Zulas­sung beim BZSt erfor­der­lich.

Hin­weis

Soweit die Kapi­ta­l­er­träge nur an Kapi­tal- oder Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten oder andere Per­so­nen­mehr­hei­ten (mit Aus­nahme von Ehe­gat­ten und Leben­s­part­nern) flie­ßen, ist kein Kir­chen­steu­er­ab­zug vor­zu­neh­men. Nach münd­li­cher Aus­kunft des BZSt sind in die­sen Fäl­len sowohl die Zulas­sung zum Daten­ab­ruf sowie der jähr­li­che Abruf der Kir­chen­steu­er­ab­zugs­merk­male hin­fäl­lig. Ist der Emp­fän­ger der Kapi­ta­l­er­träge eine natür­li­che Per­son, ist nach der­zei­ti­gem Stand die Daten­ab­frage auch dann erfor­der­lich, wenn ander­wei­tig bekannt ist, dass der Emp­fän­ger kei­ner Reli­gi­ons­ge­mein­schaft ange­hört.
Emp­fän­ger von Kapi­ta­l­er­trä­gen kön­nen jeweils jähr­lich bis 30.6. beim BZSt dem elek­tro­ni­schen Abruf ihres Kir­chen­steu­er­ab­zugs­merk­mals wider­sp­re­chen, erst­mals somit bis 30.6.2014 mit Wir­kung für 2015. In die­sem Fall erfolgt die Kir­chen­steue­r­er­he­bung wie bis­lang im Rah­men der Ein­kom­men­steu­er­ver­an­la­gung.

Hin­weis

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Kir­chen­steue­r­ein­be­halt ab 2015 fin­den Sie unter http://www.bzst.de/DE/Steu­ern_Natio­nal/Kir­chen­steuer/kir­chen­steuer_node.html.

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