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Kein Betriebsausgabenabzug für nicht einkünftebezogene Steuerberatungskosten

Steuerberatungskosten können steuerlich nur noch als Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn sie mit der Ermittlung des Gewinns bzw. der Einkünfte in Zusammenhang stehen. Der BFH sieht es als hinreichend geklärt an, dass Steuerberatungskosten, soweit sie auf die Erstellung einer Feststellungserklärung entfallen, steuerlich unbeachtlich sind.

Mit Beschluss vom 28.5.2015 (Az. VIII B 40/14) hat der BFH die Rechts­frage, ob Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten, die auf die Erstel­lung der Erklär­ung zur geson­der­ten und ein­heit­li­chen Fest­stel­lung von Grund­la­gen für die Ein­kom­mens­be­steue­rung ent­fal­len, als Betriebs­aus­ga­ben abzugs­fähig sind, man­gels grund­sätz­li­cher Bedeu­tung, nicht zur Revi­sion zuge­las­sen.

Dies begrün­det er damit, dass in der Recht­sp­re­chung des BFH bereits geklärt ist, dass der­ar­tige Auf­wen­dun­gen, nicht als Betriebs­aus­ga­ben abge­zo­gen wer­den kön­nen, da es sich hier­bei um eine pri­vate Verpf­lich­tung der Gesell­schaf­ter und keine betrieb­li­che Ver­bind­lich­keit der Gesell­schaft han­delt.

Hin­weis

Der BFH stellt noch­mals klar, dass Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten nur dann als Betriebs­aus­ga­ben abge­zo­gen wer­den kön­nen, wenn die Auf­wen­dun­gen objek­tiv mit dem Betrieb zusam­men­hän­gen und sub­jek­tiv dem Betrieb zu die­nen bestimmt sind. Abzieh­bar sind dem­nach Kos­ten der Buch­füh­rung, der Erstel­lung des Jah­res­ab­schlus­ses (Bilanz und GuV) und der Erstel­lung der Ein­nah­men­über­schuss­rech­nung. Umfasst sind nicht nur die Ermitt­lung des steu­er­li­chen Gewinns einer Per­so­nen­ge­sell­schaft, son­dern auch die Ergeb­nisse des Son­der­be­triebs­ver­mö­gens und etwai­ger Ergän­zungs­bi­lan­zen.

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